Während der Industriekonzern Thyssenkrupp an der Börse nahe seinem jüngsten Tiefpunkt notiert, richten Analysten den Blick bereits auf die kommenden Jahre. Neue Schätzungen von Morgan Stanley skizzieren einen deutlichen Anstieg der Profitabilität bis 2027. Das interne Effizienzprogramm APEX liefert dafür die fundamentale Basis.

Konkrete Zahlen für 2026 und 2027

Die Experten der US-Investmentbank haben ihre Erwartungen für den Essener Konzern detailliert aufgeschlüsselt. Dabei zeichnet sich ein klares Bild ab: Die operativen Gewinne sollen mittelfristig steigen, während der Kapitalabfluss kurzfristig eine Belastung darstellt. Die Prognosen im Detail:

  • EBITDA: Anstieg von 1,55 Milliarden Euro (2026) auf 1,83 Milliarden Euro im Jahr 2027.
  • Gewinn je Aktie (EPS): Ein kalkulierter Sprung von 0,34 Euro (2026) auf gut 1,00 Euro (2027).
  • Free Cashflow: Für 2026 wird ein negativer Wert von rund minus 650 Millionen Euro erwartet.
  • Dividende: Die Ausschüttung soll konstant bei 0,15 Euro je Aktie bleiben.

Effizienzprogramm stützt das operative Geschäft

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Dass diese Prognosen auf einem realen Fundament fußen, zeigte bereits das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2025/2026. Zwar schrumpfte der Konzernumsatz preis- und nachfragebedingt um acht Prozent auf 7,2 Milliarden Euro. Gleichzeitig verbesserte sich das bereinigte EBIT jedoch um zehn Prozent auf 211 Millionen Euro. Verantwortlich für diese gegenläufige Entwicklung ist primär das Performanceprogramm APEX, welches die Margen trotz eines schwierigen Marktumfelds in Bereichen wie Stahl und Marine Systems stabilisiert.

An der Börse wird diese operative Gegenwehr bislang kaum honoriert. Mit einem aktuellen Kurs von 7,97 Euro hat das Papier seit Jahresbeginn über 17 Prozent an Wert eingebüßt. Der deutliche Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt bei 10,23 Euro illustriert die anhaltende Zurückhaltung der Investoren.

Die prognostizierte annähernde Verdreifachung des Gewinns je Aktie bis 2027 verdeutlicht das Potenzial der laufenden Restrukturierung. Solange der freie Cashflow im kommenden Jahr tief im negativen Bereich verharrt, bleibt eine fundamentale Neubewertung des Industriekonzerns zwingend an die strikte Umsetzung der internen Sparmaßnahmen geknüpft.

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