Thyssenkrupp Aktie: Lichtblick dank Wasserstoff
Ein neuer Großauftrag der Wasserstofftochter Nucera bringt dringend benötigten Optimismus in den Essener Industriekonzern. Während die Verhandlungen über die kriselnde Stahlsparte ins Stocken geraten, sorgt ein 300-Megawatt-Projekt in Spanien für eine Anhebung der Auftragsprognose. Diese operative Gegenbewegung trifft auf ein von geopolitischen Sorgen geprägtes Marktumfeld.
Am Wochenende sicherte sich Thyssenkrupp Nucera einen Vertrag mit dem spanischen Energieunternehmen Moeve. Für eine geplante Anlage in Andalusien liefert die Tochtergesellschaft Elektrolyseure mit 300 Megawatt Kapazität. Als direkte Konsequenz hob Nucera die Erwartungen für den Auftragseingang im laufenden Geschäftsjahr spürbar an. Die Meldung wirkt als wichtiges Korrektiv zur jüngsten Gewinnwarnung vom 17. März, die noch von gestiegenen Projektkosten und Investitionsverzögerungen geprägt war.
Der Markt quittiert diese Entwicklung mit einem leichten Aufatmen. Die Aktie kletterte heute um 3,65 Prozent auf 8,00 Euro und löst sich damit etwas von ihrem erst am vergangenen Freitag markierten 52-Wochen-Tief.
Stahl-Restrukturierung verliert an Tempo
Abseits des Wasserstoff-Erfolgs bleibt der Umbau der Kernbereiche eine komplexe Baustelle. Die Gespräche mit dem indischen Konzern Jindal Steel über ein Joint Venture oder einen Teilverkauf der Stahlsparte (Thyssenkrupp Steel Europe) gestalten sich zäh. Ungeklärte Fragen zur langfristigen Investitionssicherheit und starker Widerstand der Arbeitnehmervertreter bezüglich des Arbeitsplatzerhalts bremsen den Prozess. Intern bereitet das Management bereits einen Ausweichplan vor, falls die Partnerschaft endgültig scheitert.
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Wichtige Fristen rücken näher
Der Zeitdruck für den Konzernumbau nimmt derweil zu. Bis Ende März fällt die strategische Entscheidung über die Handelssparte Material Services. Hier liegen verschiedene Optionen vom Verkauf über eine Abspaltung bis hin zum Börsengang auf dem Tisch, um Kapital für die grüne Transformation freizusetzen.
Gleichzeitig dämpfen externe Faktoren wie die drohende Eskalation im Iran-Krieg die allgemeine Risikobereitschaft im Industriesektor, was den Spielraum für den Aktienkurs begrenzt. Konkrete Antworten zum Stand der Stahl-Verhandlungen und dem möglichen Plan B liefert das Management spätestens mit der Vorlage des Halbjahresberichts am 12. Mai.
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