Für Thyssenkrupp stehen zwei Termine im Kalender, die über die weitere Richtung entscheiden könnten: die Hauptversammlung am 30. Januar und die Quartalszahlen am 12. Februar. Während die Aktie zuletzt auf ein 5-Jahres-Hoch kletterte, laufen im Hintergrund die Verhandlungen über die Zukunft der kriselnden Stahlsparte weiter.

Die wichtigsten Punkte:

  • Hauptversammlung am 30. Januar in Bochum mit Dividendenvorschlag von 0,15 Euro
  • Quartalszahlen für Q1 2025/2026 am 12. Februar erwartet
  • Gespräche mit Jindal Steel über Stahlsparte laufen weiter
  • Konzernprognose 2025/2026: Bereinigtes EBIT zwischen 500 und 900 Millionen Euro
  • Jahresverlust von 400 bis 800 Millionen Euro aufgrund von Restrukturierungsrückstellungen erwartet

Stahlsparte im Fokus der Hauptversammlung

Bei der ordentlichen Hauptversammlung am Freitag in Bochum dürften die Aktionäre vor allem über die Zukunft von Steel Europe diskutieren. Der Konzern verhandelt mit dem indischen Stahlkonzern Jindal Steel International über eine mögliche Übernahme der defizitären Sparte. Laut Reuters hat Jindal "wesentliche Investitionen" zugesagt – konkrete Details nannten die Verhandlungspartner bisher nicht.

Konzernchef Miguel López zeigte sich zuletzt zurückhaltend zum Stand der Gespräche. Die Dividende von 0,15 Euro je Aktie, die dem Aktionärstreffen vorgeschlagen wird, würde die Kontinuität der Ausschüttung fortsetzen.

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Quartalszahlen mit moderaten Erwartungen

Am 12. Februar folgen die Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Ein Analyst erwartet laut finanzen.net einen Umsatz von 8,15 Milliarden Euro – das wäre ein Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal mit 7,83 Milliarden Euro.

Für das Gesamtjahr 2025/2026 rechnet Thyssenkrupp mit einer Umsatzveränderung zwischen minus zwei und plus einem Prozent. Beim bereinigten EBIT peilt der Konzern eine Spanne von 500 bis 900 Millionen Euro an. Der erwartete Jahresfehlbetrag von 400 bis 800 Millionen Euro resultiert hauptsächlich aus Restrukturierungsrückstellungen bei Steel Europe.

Gemischte Segmentaussichten

Die Geschäftsbereiche zeigen unterschiedliche Perspektiven: Während Materials Services mit einem Umsatzplus von ein bis vier Prozent rechnet, erwartet Automotive Technology einen Rückgang von fünf bis zwei Prozent. Steel Europe plant mit einer Bandbreite von null bis plus drei Prozent beim Umsatz und einem bereinigten EBIT zwischen 225 und 325 Millionen Euro.

Die Aktie notiert aktuell bei 11,29 Euro und liegt damit seit Jahresbeginn 16,20 Prozent im Plus. Der Konzern bleibt im Free Cashflow vor M&A mit minus 600 bis minus 300 Millionen Euro negativ – ein Zeichen dafür, dass die Transformation weiterhin Kapital bindet.

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