Die Kranich-Airline feiert ihr 100-jähriges Bestehen, doch die aktuelle operative Lage lässt kaum Raum für Feierstimmung. Während der Konzern strategisch mit einer großangelegten Internet-Offensive punktet, belasten Winterstürme und geopolitische Krisen das Tagesgeschäft massiv. Anleger fragen sich: Können die langfristigen Pläne die kurzfristigen Ausfälle kompensieren?

  • Kurs aktuell: 8,68 €
  • Performance 12 Monate: +36,30 %
  • Starlink-Start: 2. Halbjahr 2026
  • Nächster Termin: 6. März 2026 (Jahresbericht 2025)

Operative Belastungsfaktoren

Trotz der stabilen Kursentwicklung der letzten zwölf Monate steht die Aktie kurzfristig unter dem Einfluss externer Störungen. Heftige Winterstürme in Nordamerika zwangen die Airline zuletzt zu zahlreichen Streichungen, besonders auf den profitablen Routen an die US-Ostküste und nach Texas.

Parallel dazu erfordern die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten teure Anpassungen. Nach Warnungen der Luftsicherheitsagentur EASA wurden Flüge nach Tel Aviv und Amman modifiziert und Nachtflüge ausgesetzt. Besonders ins Gewicht fallen die Umleitungen auf Asien-Strecken, die bis zu 90 Minuten zusätzliche Flugzeit und damit höheren Treibstoffverbrauch verursachen.

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Strategische Offensive mit Starlink

Um sich langfristig Wettbewerbsvorteile zu sichern, setzt die Lufthansa Group auf eine massive Aufwertung des Bordprodukts. Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnt die Ausrüstung von rund 850 Flugzeugen mit Starlink-Technologie. Bis 2029 soll die gesamte Flotte über Highspeed-Internet verfügen, das für Statuskunden und Travel-ID-Nutzer kostenlos sein wird. Dies ist ein klarer Versuch, sich als Premium-Carrier in Europa abzusetzen.

Fokus auf Profitabilität

Der Blick richtet sich nun auf die Effizienzmaßnahmen. CEO Jens Ritter hatte das Jahr 2026 bereits unter das Motto „Profitabilität und Produktivität“ gestellt. Neu verhandelte Tarifverträge sollen den Personaleinsatz flexibler gestalten.

Die Aktie notiert derzeit bei 8,68 Euro und hat damit seit dem 52-Wochen-Hoch von 10,20 Euro im Dezember rund 15 Prozent korrigiert. Technisch bleibt das Bild jedoch konstruktiv, solange der Kurs deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 7,70 Euro notiert.

Entscheidend für die weitere Richtung wird der 6. März 2026 sein. Wenn Vorstandschef Carsten Spohr den Jahresbericht vorlegt, muss er beweisen, dass die Produktivitätssteigerungen greifen und die aktuellen Flugausfälle die Margenerholung nicht gefährden.

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