Thyssenkrupp Aktie: Jindal-Poker läuft
Thyssenkrupp steht vor einer Richtungsentscheidung. Der indische Stahlriese Jindal Steel hat sein Interesse an der kriselnden Stahlsparte bekräftigt – doch hinter den Kulissen der Verhandlungen zeichnet sich ein zäher Konflikt ab. Während der Konzern auf einen strategischen Partner hofft, droht der Deal an unterschiedlichen Vorstellungen über das Sparprogramm zu scheitern.
Die wichtigsten Fakten:
- Jindal Steel bestätigt Übernahmeinteresse an Thyssenkrupp-Stahlsparte
- Indischer Konzern drängt auf schärfere Einsparungen als geplant
- IG Metall verteidigt bestehenden Sanierungstarifvertrag
- Hauptversammlung am 30. Januar 2026 in Bochum
- Dividendenvorschlag: unverändert 0,15 Euro je Aktie
Verhandlungen mit Hürden
Vor der am Freitag stattfindenden Hauptversammlung hat Konzernchef Miguel Lopez erstmals Details zu den laufenden Gesprächen mit Jindal preisgegeben. Der Austausch sei "konstruktiv" verlaufen, der indische Partner erkenne die Bedeutung klimaneutralen Stahls an und habe erhebliche Investitionen für den Standort Duisburg signalisiert.
Doch die positiven Töne können nicht verdecken, dass die Verhandlungen in einer kritischen Phase stecken. Jindal fordert offenbar deutlich weitergehende Kostensenkungen, als im aktuellen Sanierungsplan vorgesehen. Dieser sieht bereits einen massiven Umbau mit Kapazitätsabbau und dem Verlust tausender Arbeitsplätze vor. Die IG Metall bezeichnet den bestehenden Tarifvertrag als "unantastbar" – eine rote Linie, die den Spielraum für Kompromisse einengt.
Wichtige Termine im Februar
Auf der Hauptversammlung am 30. Januar in Bochum steht neben der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat die Dividende zur Abstimmung. Der Konzern hält trotz der angespannten Lage an einer Ausschüttung von 0,15 Euro je Aktie fest. Ex-Tag ist der 2. Februar, die Zahlung erfolgt zwei Tage später.
Bereits am 12. Februar folgt der Zwischenbericht zum ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2025/2026. Diese Zahlen dürften zeigen, ob die eingeleiteten Umbaumaßnahmen erste Früchte tragen.
Breiter Konzernumbau
Die Stahlsparte ist nur ein Baustein der Neuausrichtung. Thyssenkrupp prüft nach Medienberichten auch den Teilverkauf seines Wälzlagerherstellers Rothe Erde. Das Ziel: einzelne Geschäftsbereiche eigenständiger aufstellen und perspektivisch kapitalmarktfähig machen. Der strategische Fokus liegt auf Zukunftstechnologien wie wasserstoffbasierter Stahlproduktion.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Thyssenkrupp und Jindal zu einer Einigung finden – oder ob der Essener Konzern nach alternativen Lösungen für seine Stahlsparte suchen muss.
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