Thyssenkrupp Aktie: Einstieg im Abwärtstrend
Während der Aktienkurs von Thyssenkrupp zu Wochenbeginn deutlich nachgab, nutzte ein gewichtiges Schwergewicht die Schwäche offenbar zum Positionsausbau. Mitten in der laufenden Restrukturierung und trotz roter Quartalszahlen hat der norwegische Staatsfonds sein Engagement verstärkt. Handelt es sich hierbei um ein strategisches Signal für den Industriestandort Essen?
Norges Bank baut Position aus
Mitten in einer turbulenten Handelswoche sorgte eine Stimmrechtsmitteilung für Aufsehen. Der norwegische Staat, vertreten durch die Norges Bank, hat am 23. Februar 2026 die Meldeschwelle von 3 Prozent der Stimmrechte überschritten. Konkret hält der Fonds nun 3,01 Prozent der Aktien direkt, was einer Gesamtposition von 3,25 Prozent entspricht.
Interessant ist hierbei die Struktur der Transaktion: Die Norweger haben ihre Position in Finanzinstrumenten reduziert und gleichzeitig den direkten Aktienbesitz erhöht. Marktbeobachter werten dies oft als Zeichen für ein langfristigeres Engagement, da Derivate in physische Bestände umgeschichtet wurden. Dieser Vertrauensbeweis kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Titel mit einem Wochenminus von rund 4,76 Prozent kämpft und aktuell bei 10,52 Euro notiert.
Rote Zahlen und operative Lichtblicke
Der jüngste Kursdruck – allein am Montag büßte das Papier über 6 Prozent ein – ist fundamental begründet. Die am 12. Februar vorgelegten Zahlen für das erste Quartal 2025/2026 offenbarten die hohen Kosten des Umbaus. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 334 Millionen Euro, maßgeblich verursacht durch Restrukturierungsaufwendungen bei der Stahlsparte Steel Europe.
Dennoch gibt es operative Fortschritte, die den Einstieg der Norges Bank erklären könnten. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte im Jahresvergleich um 10 Prozent auf 211 Millionen Euro. Das Sparprogramm APEX scheint zu greifen und stützt die Profitabilität trotz eines Umsatzrückgangs von 8 Prozent.
Fantasie durch mögliche Abspaltung
Neben den harten Zahlen treibt vor allem die Zerschlagungsfantasie die Diskussion an. Berichten zufolge prüft der Konzern noch für dieses Jahr eine Verselbstständigung der Sparte Materials Services (MX). Der Bereich, der zuletzt über 11 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftete, könnte über einen Börsengang oder Verkauf aus dem Konglomerat herausgelöst werden.
Dies würde in die übergeordnete Strategie passen, die bereits die Marinesparte TKMS in die Eigenständigkeit und den MDAX führte. Eine solche Entflechtung könnte verborgene Werte heben, da Konglomerate an der Börse oft mit einem Abschlag gehandelt werden. Zudem laufen weiterhin Verhandlungen über die Zukunft der Stahlsparte, unter anderem mit Jindal Steel.
Bis zum nächsten Halbjahresbericht am 12. Mai 2026 bleibt die Gemengelage komplex. Der Ausbau der Beteiligung durch den norwegischen Staatsfonds signalisiert jedoch, dass institutionelle Investoren trotz der aktuellen Verluste und der hohen Volatilität Potenzial in der radikalen Umbau-Story sehen. Entscheidend wird nun sein, ob das Management die Pläne zur MX-Abspaltung konkretisieren kann.
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