Thyssenkrupp Aktie: Befreiung in Sicht
Thyssenkrupp Steel steht vor einem entscheidenden Schritt: Die Einigung mit Salzgitter über den Verkauf der HKM-Anteile verspricht Klarheit nach Jahren des Stillstands. Die Aktie reagierte mit einem Plus von 3,85 Prozent auf 11,61 Euro – offenbar honoriert die Börse den strategischen Fortschritt.
Die Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) in Duisburg beschäftigen rund 3.000 Menschen und produzieren mit zwei Hochöfen Vorprodukte für die drei Eigentümer Thyssenkrupp (50 Prozent), Salzgitter (30 Prozent) und Vallourec (20 Prozent). Bereits seit Längerem wollten sich Thyssenkrupp und Vallourec aus dem Gemeinschaftsunternehmen zurückziehen – nun kommt Bewegung in die festgefahrene Situation.
Salzgitter übernimmt Steuer
Ab dem 1. Juni 2026 soll Salzgitter die HKM-Anteile von Thyssenkrupp übernehmen und das Unternehmen als alleiniger Gesellschafter fortführen. Die Brammenbelieferung an Thyssenkrupp läuft Ende 2028 aus – vier Jahre früher als ursprünglich geplant. Finanzielle Details zur Entflechtung nennen die Unternehmen nicht.
Salzgitter-Chef Gunnar Groebler hatte im Dezember 2025 angekündigt, HKM in verkleinertem Umfang weiterzuführen. Die beiden Hochöfen sollen durch einen Elektrolichtbogenofen ersetzt werden – Teil der Transformation zur CO2-armen Stahlerzeugung. Die Belegschaft würde dabei auf etwa 1.000 Beschäftigte schrumpfen. Voraussetzung ist eine Förderzusage über 200 Millionen Euro für den neuen Ofen.
Vallourec muss noch zustimmen
Die Umsetzung steht unter mehreren Vorbehalten: Der dritte Eigentümer Vallourec muss dem Verkauf seiner Anteile an Salzgitter zustimmen. Zudem wird ein bereits beauftragtes Fortführungsgutachten abgewartet, das zu einer positiven Bewertung kommen muss. Auch diverse Gremien müssen noch grünes Licht geben.
Thyssenkrupp-Stahlchefin Marie Jaroni bezeichnet die Einigung als "Meilenstein zur zukunftsfesten Aufstellung" von Thyssenkrupp Steel. Man sei der Verantwortung sowohl für das Gesamtunternehmen als auch für die HKM-Beschäftigten nachgekommen. Groebler sieht ein "wichtiges Etappenziel", das den Mitarbeitenden eine positive Perspektive gebe.
Für Thyssenkrupp bedeutet der Deal strategische Flexibilität: Das Unternehmen kann sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren, ohne sich um die kostspielige Transformation eines Gemeinschaftsunternehmens kümmern zu müssen. Die Börse quittiert diese Klarheit – auch die Salzgitter-Aktie legte um 3,72 Prozent auf 51,80 Euro zu.
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