Nach einer beeindruckenden Performance von über 147 Prozent auf Zwölfmonatssicht gönnt sich das Papier aktuell eine kleine Atempause und konsolidiert auf hohem Niveau. Während der Dividendenabschlag technisch verarbeitet ist, richten Anleger den Blick bereits auf die kommende Woche. Operativ schafft der Industriekonzern unterdessen Fakten für die grüne Transformation, um die Wettbewerbsfähigkeit der Stahlsparte langfristig zu sichern.

Hier sind die entscheidenden Entwicklungen im Überblick:

  • Grüne Energie: Abschluss von vier neuen Lieferverträgen über 230 GWh Grünstrom pro Jahr.
  • Termin-Fokus: Quartalszahlen am 12. Februar geben Aufschluss über die operative Entwicklung.
  • Marinesparte: TKMS bleibt durch globale Projekte und Verselbstständigungspläne ein Werttreiber.

Strategischer Schritt für grünen Stahl

Thyssenkrupp Steel hat in dieser Woche den Abschluss von vier neuen Power Purchase Agreements (PPAs) gemeldet. Das Ziel ist die langfristige Sicherung von jährlich rund 230 Gigawattstunden Strom aus Wind- und Photovoltaikanlagen. Zu den Partnern gehören unter anderem Quadra Energy und Statkraft.

Dieser Schritt soll rechnerisch über 70.000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr einsparen. Für Investoren ist diese Meldung mehr als nur PR: Die langfristige Absicherung von Energiepreisen gilt als fundamentale Voraussetzung, um die Stahlproduktion profitabel zu dekarbonisieren. Gerade vor dem Hintergrund der geplanten Verselbstständigung der Stahlsparte ist Kostensicherheit ein wesentlicher Faktor für die Bewertung.

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Spannung vor den Zahlen

Nachdem die Aktie seit Wochenbeginn "ex Dividende" gehandelt wird, verschiebt sich der Fokus nun vollständig auf die operative Ertragskraft. Am 12. Februar öffnet der Konzern die Bücher für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2025/2026. Marktbeobachter achten hierbei primär darauf, wie resilient sich der Auftragseingang im aktuell schwierigen konjunkturellen Umfeld zeigt.

Auch die Tochtergesellschaften bleiben im Rampenlicht. Ende Februar stehen die Hauptversammlungen der Wasserstoff-Sparte Thyssenkrupp Nucera sowie der Marinesparte TKMS an. Besonders bei TKMS spekulieren Analysten auf Neuigkeiten zu Großprojekten in Indien und Kanada, die den Wert der Sparte in einem potenziellen Spin-off-Szenario steigern könnten.

Mit einem aktuellen Kurs von 11,47 Euro notiert die Aktie trotz der minimalen Tagesbewegung von -0,07 Prozent weiterhin solide über der 50-Tage-Linie. Entscheidend für die kurzfristige Richtung wird der 12. Februar sein: Kann das Management die Jahresprognosen trotz wirtschaftlichem Gegenwind bestätigen, dürfte dies das Vertrauen in den seit Jahresanfang laufenden Aufwärtstrend (+18,00 Prozent) festigen.

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