Gerüchte aus Brüssel sorgen zum Jahresstart 2026 für neue Kaufbereitschaft bei Thyssenkrupp. Spekulationen über bevorstehende EU-Maßnahmen gegen chinesische Billigimporte treiben den Kurs des Stahlkonzerns an. Kann die Aktie mit diesem Rückenwind die psychologisch wichtige 10-Euro-Marke zurückerobern?

  • Treibstoff: Spekulationen über EU-Zölle gegen China-Stahl.
  • Charttechnik: Kurs kämpft an der 200-Tage-Linie (9,71 €).
  • Basis: Marinesparte liefert durch jüngste Kooperation Stabilität.

Die treibende Kraft für den aktuellen Kursanstieg liegt nicht in Duisburg, sondern in der Europapolitik. Marktteilnehmer verweisen auf verdichtete Hinweise, dass die EU-Kommission kurz vor weitreichenden Schritten gegen Stahl-Importe aus China steht. Für die europäische Stahlsparte von Thyssenkrupp, die seit Jahren unter dem Preisdruck asiatischer Wettbewerber leidet, wäre dies eine signifikante Entlastung. Investoren spielen dieses Szenario einer möglichen Margenerholung bereits jetzt und greifen bei dem deutschen Industrie-Schwergewicht zu.

Charttechnik und fundamentale Basis

Die Kombination aus politischer Fantasie und soliden Unternehmensnachrichten stützt den Kurs. Fundamental wirkt der am 18. Dezember unterzeichnete Kooperationsvertrag der Marinesparte (TKMS) mit dem kanadischen Partner Marmen nach. Diese Vereinbarung zur Fertigung von U-Boot-Komponenten sichert die langfristige Auslastung der Rüstungssparte ab.

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Charttechnisch spitzt sich die Lage am Montag zu. Mit einem Kurs von 9,72 Euro notiert die Aktie hauchdünn über dem langfristig entscheidenden 200-Tage-Durchschnitt von 9,71 Euro. Gelingt es den Bullen, dieses Niveau zu verteidigen und den Widerstand bei 9,80 Euro zu überwinden, ist der Weg zur runden 10-Euro-Marke frei. Ein RSI von 68,2 deutet allerdings darauf hin, dass die kurzfristige Dynamik bereits weit fortgeschritten ist.

Für den weiteren Wochenverlauf ist entscheidend, ob aus den Brüsseler Gerüchten konkrete Fakten werden. Bestätigen sich die Importbeschränkungen, dürfte der Durchbruch über die 10 Euro nur eine Frage der Zeit sein. Bleibt die Bestätigung aus, könnte der Kurs schnell wieder unter die wichtige 200-Tage-Linie rutschen.

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