Der Technologiekonzern Alphabet treibt die Diversifizierung abseits des klassischen Werbegeschäfts konsequent voran. In dieser Woche kündigte die konzerneigene Drohnen-Tochter Wing an, ihre Lieferdienste in die dicht besiedelte San Francisco Bay Area auszuweiten. Gleichzeitig baut das Unternehmen seine bestehende Partnerschaft mit dem Einzelhandelsriesen Walmart deutlich aus und signalisiert damit den Übergang von der Testphase zum Massenmarkt.

Anspruchsvolles Terrain

Mit dem Schritt in die Bay Area kehrt Wing zu seinen Wurzeln zurück, denn das Projekt startete 2012 in Alphabets Innovationslabor „X“. Die Region gilt als äußerst anspruchsvoller Testmarkt. Dichte Bebauung, starke Winde und ein komplexer Luftraum stellen höchste Anforderungen an die Navigationssysteme der Drohnen. Gelingt der reibungslose Betrieb in diesem Umfeld, öffnet das technologisch die Tür für Dutzende weitere US-Metropolen.

Parallel dazu skaliert das Unternehmen seine bestehenden Netzwerke in weniger komplexen Gebieten. Bis 2027 sollen Drohnenlieferungen aus 270 Walmart-Filialen heraus rund 40 Millionen US-Bürger erreichen. Auch innovative Übergabesysteme, bei denen Lieferroboter am Boden die Bestellungen von Restaurants abholen und an Drohnen für den Weiterflug übergeben, befinden sich bereits im Einsatz.

Mehr als nur eine Suchmaschine

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Für Alphabet ist Wing aktuell noch kein isolierter Treiber für die fundamentale Bewertung, stützt aber eine wichtige strategische Entwicklung. Investoren achten genau darauf, wie der Konzern neue Einnahmequellen jenseits der Suchmaschinen-Werbung erschließt. Der Markt für Drohnenlieferungen, der in diesem Jahr auf 1,5 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, könnte Analysten zufolge bis 2031 auf bis zu 27 Milliarden US-Dollar anwachsen.

Um diese neuen Geschäftsfelder und die nötige Infrastruktur aufzubauen, nimmt der Konzern viel Geld in die Hand. Für das Jahr 2026 plant Alphabet Investitionsausgaben im Bereich von 175 bis 185 Milliarden US-Dollar. An der Börse wird dieser extrem kapitalintensive Kurs aktuell mit einer gewissen Zurückhaltung quittiert. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein leichtes Minus von rund 6,5 Prozent und ging am Mittwoch bei 251,65 Euro aus dem Handel.

Das Tempo der weiteren Skalierung im Logistikbereich hängt nun maßgeblich von den US-Regulierungsbehörden ab. Die Luftfahrtbehörde FAA arbeitet derzeit an neuen Richtlinien, die autonome Drohnenflüge über größere Distanzen ohne direkten Sichtkontakt erlauben sollen. Sobald dieser rechtliche Rahmen steht, hat Alphabet mit Wing die logistische Infrastruktur bereits in Stellung gebracht, um das einstige Forschungsprojekt in ein kommerzielles Schwergewicht zu verwandeln.

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