Thyssenkrupp Aktie: Ultimatum für den Umbau
Der Essener Industriekonzern steht vor entscheidenden Tagen. Bis Ende März muss die milliardenschwere Handelstochter Materials Services beweisen, dass sie auf eigenen Beinen stehen kann. Verfehlt die Sparte diese interne Vorgabe für operative Fortschritte, droht der ohnehin schleppende Konzernumbau weiter ins Stocken zu geraten.
Die Nervosität der Anleger manifestierte sich zuletzt deutlich. Als der französische Vermögensverwalter Amundi Mitte des Monats seine Stimmrechtsanteile reduzierte, werteten Marktbeobachter dies als Warnsignal bezüglich der Transformationsstrategie. Der Kurs rutschte daraufhin zeitweise um bis zu zehn Prozent ab. Heute sorgte zumindest eine Hochstufung durch Morgan Stanley für eine leichte Erholung und trieb den Kurs wieder knapp über die Marke von 8 Euro.
Rote Zahlen und ein straffer Zeitplan
Die Zeit drängt für die geplante Verselbstständigung von Materials Services bis Herbst 2026. Um die Kontrolle bei einem möglichen Teilverkauf zu behalten, prüft das Management aktuell sogar die Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien. Wie dringend strukturelle Lösungen sind, belegen die jüngsten Quartalszahlen. Zwar stieg das bereinigte operative Ergebnis um zehn Prozent, allerdings rissen hohe Restrukturierungskosten in der Stahlsparte den Konzern unterm Strich mit 334 Millionen Euro tief in die Verlustzone.
Extreme Kontraste bei den Töchtern
Auch abseits des klassischen Stahlgeschäfts zeigt sich ein zerrissenes Bild. Die Wasserstofftochter Nucera musste ihre Umsatzprognose für das laufende Jahr drastisch kappen, nachdem ein US-Kunde ein Pilotprojekt gestoppt hatte. Einen verlässlichen Gegenpol bildet hingegen die Rüstungstochter Thyssenkrupp Marine Systems. Mit einer Bruttomarge von 17 Prozent und einem Auftragsbestand von fast 19 Milliarden Euro fungiert sie derzeit als wichtigster Stabilitätsanker des Gesamtkonzerns.
Der nächste konkrete Prüfstein folgt am 12. Mai mit der Vorlage des Halbjahresberichts. Spätestens dann erwarten Investoren belastbare Fakten zu den laufenden Verkaufsgesprächen mit Jindal Steel sowie den Ergebnissen der strategischen Prüfung bei Materials Services. Wenig später, am 1. Juni, steht zudem die geplante Übertragung der Anteile an den Hüttenwerken Krupp Mannesmann an die Salzgitter AG an. Diese beiden Termine stecken den engen Handlungsrahmen für das Management im laufenden Quartal ab.
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