The Trade Desk Aktie: Dominoeffekt befürchtet
Nach dem öffentlichen Streit mit Publicis gerät The Trade Desk weiter unter Druck. Nun hat auch die Werbeholding Omnicom eine formelle Prüfung der Abrechnungspraktiken eingeleitet. Die Sorge vor einem Dominoeffekt in der Branche wächst, da das Geschäftsmodell des Ad-Tech-Spezialisten zunehmend von seinen wichtigsten Partnern hinterfragt wird.
Vorsichtsmaßnahme statt Eskalation
Laut einem Bericht von AdAge hat Omnicom eine der „Big Four“-Wirtschaftsprüfungsgesellschaften beauftragt, die Ausgaben bei The Trade Desk zu durchleuchten. Im Fokus steht die Frage, wie der Dienstleister seine Werbeservices abrechnet. Im Gegensatz zur Eskalation mit Publicis in der vergangenen Woche, die dem Unternehmen Intransparenz vorwarf und die Zusammenarbeit stoppte, ist die Ausgangslage hier allerdings eine andere.
Erste interne Prüfungen bei Omnicom zeigten bislang keine Unregelmäßigkeiten. Der Schritt gilt daher eher als Vorsichtsmaßnahme, um Stakeholder zu beruhigen und die Vorwürfe der Konkurrenz unabhängig zu überprüfen. Dennoch reagierten Anleger nervös. Der jüngste Kursrutsch drückte das Papier am Dienstag auf ein neues 52-Wochen-Tief bei 19,35 Euro, womit sich der Verlust seit Jahresbeginn auf knapp 40 Prozent summiert.
Verantwortlich für die Nervosität sind tiefgreifende strukturelle Spannungen zwischen The Trade Desk und den großen Werbeagenturen. CEO Jeff Green forciert seit Längerem den direkten Kontakt zu den Marken, was die traditionellen Agenturen verärgert. Bereits in der Vergangenheit hatten Firmen wie Dentsu und WPP ähnliche Transparenzbedenken geäußert und sich aus Programmen des Unternehmens zurückgezogen.
Analysten sind gespalten
An der Wall Street bewerten Experten die aktuelle Nachrichtenlage völlig unterschiedlich:
- RBC Capital: Bestätigt das „Outperform“-Rating mit einem Kursziel von 40 US-Dollar. Die Analysten werten die Prüfung als normale Sorgfaltspflicht infolge der Publicis-Vorwürfe.
- Jefferies: Belässt die Einstufung auf „Hold“ (Kursziel: 22 US-Dollar). Die Experten warnen vor branchenweiten Bedenken hinsichtlich der branchenweit höchsten Gebührenmarge von rund 20 Prozent und erwarten, dass weitere Agenturen ähnliche Prüfungen anordnen.
Die Ergebnisse der umfassenden Omnicom-Prüfung dürften in den kommenden Wochen als zentraler Kursimpuls wirken. Ein sauberer Prüfbericht der Wirtschaftsprüfer könnte die angespannte Stimmung der Investoren beruhigen und die Vorwürfe entkräften. Finden die Prüfer hingegen Unstimmigkeiten, droht eine handfeste Debatte über die Preisgestaltung in der gesamten Programmatic-Advertising-Branche.
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