Der AdTech-Spezialist The Trade Desk durchläuft aktuell eine der schwersten Korrekturen der letzten Jahre. Während ein offener Streit mit der Werbeagentur Publicis die Anleger verunsichert, zeichnet sich im Hintergrund eine völlig neue Einnahmequelle ab. Mögliche Werbe-Partnerschaften mit KI-Schwergewichten wie OpenAI könnten die Marktdynamik für die Plattform grundlegend verändern.

Entwarnung im Agentur-Streit

Ein wesentlicher Grund für den jüngsten Kursdruck ist die Auseinandersetzung mit Publicis über Umsatzbeteiligungen. Die Investmentbank Needham stuft diesen Konflikt als temporäres Kräftemessen ein. Die Analysten beziffern das tatsächliche finanzielle Risiko auf maximal 87 Millionen US-Dollar. Der Grund dafür liegt in der Kundenstruktur: Etwa 70 Prozent der Marken, die über Publicis laufen, unterhalten direkte Verträge mit The Trade Desk. Da große Werbetreibende kaum auf unabhängige Alternativen mit ähnlicher Reichweite ausweichen können, gehen Branchenexperten von einer zeitnahen Beilegung aus.

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Neue Impulse durch Künstliche Intelligenz

Abseits der Agentur-Turbulenzen rücken technologische Vorstöße in den Mittelpunkt. OpenAI testet derzeit Werbemodelle, um sich unabhängiger von Abo-Einnahmen zu machen, und sucht dafür nach AdTech-Partnern. Needham wertet diese potenziellen neuen Werbeplätze als klaren positiven Faktor für The Trade Desk. Parallel dazu experimentiert das Unternehmen selbst mit dem KI-Modell Claude von Anthropic zur Automatisierung von Werbekampagnen. Diese Entwicklungen fallen in eine Phase, in der Connected TV (CTV) das klassische lineare Fernsehen in den USA bei den Zuschauerzahlen überholt hat – ein struktureller Vorteil für das Kerngeschäft.

Günstige Bewertung lockt Insider

Die fundamentale Ausgangslage präsentiert sich trotz der schwachen Kursentwicklung robust. Das Unternehmen beendete das Geschäftsjahr 2025 schuldenfrei und mit 1,6 Milliarden US-Dollar an Barreserven. Mit einem PEG-Verhältnis von 0,57 ist die Aktie im Vergleich zum Branchendurchschnitt von 1,8 günstig bewertet. Das ruft prominente Käufer auf den Plan: CEO Jeff Green investierte kürzlich rund 148 Millionen US-Dollar seines Privatvermögens über den offenen Markt in eigene Aktien. Auch die Zahl der investierten Hedgefonds stieg im letzten Quartal von 42 auf 60 an. Nach der monatelangen Talfahrt notiert das Papier aktuell bei 20,31 Euro und damit fast 74 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Die kurzfristige Richtung wird sich Anfang Mai mit der Vorlage der nächsten Quartalszahlen entscheiden. Die bisherige Prognose für das erste Quartal 2026 deutet auf eine Wachstumsverlangsamung hin, die das Management mit Schwächen im Konsumgüter- und Automobilsektor sowie anhaltenden Investitionen in die eigene KI-Infrastruktur begründet.

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