Der schwelende Konflikt mit der Werbeagentur Publicis lastet schwer auf dem AdTech-Spezialisten The Trade Desk. Nun liefert eine renommierte Analystin Argumente, die das tatsächliche finanzielle Risiko deutlich relativieren. Gepaart mit einem historischen Insiderkauf des eigenen CEOs und neuen KI-Gerüchten entsteht ein erstes Gegengewicht zum monatelangen Abwärtstrend.

Das wahre Risiko des Agenturstreits

Die Investmentbank Needham hat den viel diskutierten Streit zwischen The Trade Desk und Publicis genauer unter die Lupe genommen. Analystin Laura Martin kommt zu dem Schluss, dass der Machtkampf um Umsatzbeteiligungen weitaus weniger bedrohlich ist als vom Markt befürchtet. Zwar steht Publicis für schätzungsweise zehn Prozent der für 2025 erwarteten Einnahmen von 2,9 Milliarden US-Dollar. Allerdings unterhalten rund 70 Prozent dieser Marken direkte Verträge mit The Trade Desk.

Das tatsächliche Ausfallrisiko schrumpft damit auf maximal 87 Millionen US-Dollar. Einige Werbekunden ignorieren die Vorgaben der Agentur Berichten zufolge bereits und arbeiten weiterhin direkt mit der Plattform zusammen.

Historischer Insiderkauf stützt den Kurs

Diese entlastende Einschätzung verfehlte ihre Wirkung nicht. Während die großen US-Indizes am Freitag spürbar nachgaben, verzeichnete das Papier gegen den Trend ein Plus von 2,69 Prozent auf 20,82 Euro. Die Erholung baut auf einem bemerkenswerten Vertrauensbeweis auf: Anfang März investierte CEO Jeff Green rund 148 Millionen US-Dollar in eigene Aktien. Es ist der größte Insiderkauf in der Geschichte des Unternehmens. Green begründete den Schritt mit seiner festen Überzeugung in die langfristige Strategie und verwies auf wachsende Marktanteile im Bereich der digitalen Werbung.

Abseits der positiven Signale bleibt das fundamentale Umfeld herausfordernd. Das Umsatzwachstum verlangsamt sich zusehends. Für das erste Quartal 2026 stellte das Management lediglich ein Plus von etwa zehn Prozent in Aussicht. Neue Dynamik könnte jedoch aus einer unerwarteten Richtung kommen. Jüngste Berichte deuten auf frühe Gespräche mit OpenAI hin. The Trade Desk könnte demnach den Anzeigenverkauf für die Plattformen des KI-Entwicklers übernehmen. Ein solcher Deal würde die Position des Unternehmens als essenzielle Infrastruktur für KI-gesteuerte Werbung untermauern.

Die Meinungen der Wall Street gehen angesichts dieser Gemengelage weit auseinander. Von 37 Analysten, die den Titel beobachten, ergibt sich folgendes Bild:
- 1 "Strong Buy"-Empfehlung
- 14 "Buy"-Einstufungen
- 18 "Hold"-Bewertungen
- 4 "Sell"-Empfehlungen

Am 6. Mai 2026 präsentiert das Management die Ergebnisse für das erste Quartal. Diese Zahlen müssen belegen, ob das Unternehmen die schwache Wachstumsprognose übertreffen kann. Gleichzeitig erwarten Investoren offizielle Stellungnahmen zu den laufenden OpenAI-Verhandlungen, um die jüngste Kurserholung fundamental zu stützen.

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