The Trade Desk Aktie: Günstig – aber wie lange noch?
Die Woche war brutal. Nach dem Overbilling-Vorwurf von Publicis und dem Abgang von Dentsu und WPP aus dem Open-Path-Produkt verlor die Aktie innerhalb von fünf Handelstagen rund 13 Prozent. Am Freitag folgte eine leichte Erholung – doch die strukturellen Fragen bleiben unbeantwortet.
Vertrauenskrise trifft schwächelndes Wachstum
Der Kern des Problems: Publicis hat nach einem abgeschlossenen Audit erklärt, The Trade Desk habe den Rahmenvertrag zwischen beiden Unternehmen in mehrfacher Hinsicht verletzt – konkret durch die fehlerhafte Anwendung von DSP-Gebühren auf andere Kostenposten. Gespräche auf Managementebene brachten keine Einigung. Dentsu und WPP hatten das Open-Path-Produkt bereits zuvor wegen mangelnder Transparenz verlassen. Schätzungen zufolge stehen damit rund zehn Prozent des Gesamtgeschäfts auf dem Spiel.
Das trifft ein Unternehmen, das ohnehin an Fahrt verliert. 2025 wuchs der Umsatz um 18 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar – nach 26 Prozent im Vorjahr. Für das erste Quartal 2026 hat das Management die Wachstumsprognose von 14 auf 10 Prozent gesenkt, bei einem Umsatzziel von mindestens 678 Millionen Dollar. Amazon, Alphabet, Meta und Apple machen es zunehmend schwerer, Marktanteile zu gewinnen.
OpenAI als Joker – mit Risiken
Inmitten dieser Belastungen sorgte Anfang März eine Meldung für Aufsehen: The Trade Desk soll in fortgeschrittenen Verhandlungen mit OpenAI stehen, um die Werbevermarktung für ChatGPT und weitere KI-Plattformen zu übernehmen. Die Aktie sprang daraufhin am 5. März um mehr als 18 Prozent. Wedbush stufte den Titel jedoch kurz darauf auf Underperform herab und bestätigte ein Kursziel von 23 Dollar – mit dem Argument, ein solcher Deal könnte das DSP-Geschäftsmodell langfristig verwässern und Intermediäre überflüssig machen.
Bewertung und Gegenargumente
Trotz allem bleibt The Trade Desk profitabel: 443 Millionen Dollar Nettogewinn, ein Schulden-Eigenkapital-Verhältnis von 0,18, und ein Enterprise Value von 9,6 Milliarden Dollar – das entspricht etwa dem Siebenfachen des für dieses Jahr erwarteten bereinigten EBITDA. Für contrarian orientierte Investoren ist das historisch günstig.
CEO Jeff Green kaufte zwischen dem 2. und 4. März über 6,1 Millionen Aktien zu Preisen zwischen 23,49 und 25,08 Dollar – ein Gesamtvolumen von rund 150 Millionen Dollar. Flankiert wird das durch ein neues Aktienrückkaufprogramm über 500 Millionen Dollar.
Analysten erwarten für den Zeitraum 2025 bis 2028 ein jährliches Wachstum von Umsatz und bereinigtem EBITDA von jeweils rund 11 Prozent, getrieben vom CTV-Geschäft und der KI-gestützten Plattform Kokai. Ob das reicht, um das Vertrauen der großen Agenturen zurückzugewinnen, entscheidet sich spätestens mit den Zahlen zum ersten Quartal 2026.
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