Unsicherheit ist Gift für die Börse, und genau diese Lektion bekommt The Trade Desk derzeit schmerzhaft zu spüren. Innerhalb von weniger als sechs Monaten muss sich der Spezialist für Programmatic Advertising erneut auf die Suche nach einem Finanzchef begeben. Die abrupte Trennung vom erst kürzlich ernannten CFO schickt die Aktie auf Talfahrt und wirft unbequeme Fragen zur Stabilität in der Führungsetage auf.

Plötzlicher Rauswurf sorgt für Unruhe

Die Nachricht kam überraschend und mit einer für Unternehmensmeldungen ungewöhnlichen Härte: Am 26. Januar verkündete The Trade Desk die Trennung von Finanzvorstand Alex Kayyal mit Wirkung zum 24. Januar. Besonders brisant ist der zeitliche Rahmen, denn Kayyal hatte den Posten erst im August 2025 übernommen. Dass in den Pflichtmitteilungen explizit davon die Rede ist, er sei "gekündigt" (terminated) worden, deutet auf interne Konflikte hin und nicht auf einen freiwilligen Rückzug.

Um das operative Vakuum zu füllen, wurde Tahnil Davis, die bisherige Leiterin des Rechnungswesens, als Interims-CFO eingesetzt. Sie ist seit fast elf Jahren im Unternehmen und soll nun Ruhe in die Finanzabteilung bringen, während die Suche nach einer dauerhaften Nachfolge läuft.

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Analysten ziehen die Reißleine

Der Kapitalmarkt reagierte empfindlich auf die erneuten personellen Turbulenzen. Die Aktie rutschte in dieser Woche deutlich ab und markierte ein neues 52-Wochen-Tief. Der Kursverlust von rund 73 Prozent im Vergleich zum Hoch vor einem Jahr verdeutlicht die massive Skepsis, die dem Titel derzeit entgegenschlägt.

Auch die Wall Street reagierte prompt. Mehrere Analysehäuser, darunter die Citigroup und Truist Financial, senkten ihre Kursziele drastisch. Die Bank of America reduzierte ihr Ziel von 49 auf 40 US-Dollar. Der Tenor ist eindeutig: Die Unsicherheit im Management erhöht das Risikoprofil des Unternehmens, auch wenn das Geschäftsmodell intakt scheint.

Operatives Geschäft bleibt auf Kurs

Inmitten des Führungschaos gibt es jedoch auch einen fundamentalen Lichtblick. Das Unternehmen bekräftigte seine Finanzprognose für das vierte Quartal 2025. Mit einem erwarteten Umsatz von mindestens 840 Millionen US-Dollar und einem bereinigten EBITDA von rund 375 Millionen US-Dollar scheinen die operativen Geschäfte unbeeindruckt von den Schlagzeilen auf der Führungsebene weiterzulaufen.

Blick auf die Zahlen

Der Fokus richtet sich nun auf den 25. Februar 2026. An diesem Datum wird The Trade Desk nach Börsenschluss die finalen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 präsentieren. Investoren werden diesen Termin nutzen, um nicht nur die Bilanz zu prüfen, sondern vor allem um Klarheit über die künftige Aufstellung des Managements zu erhalten. Das Unternehmen steht in der Bringschuld zu beweisen, dass die personellen Wechsel keine tieferliegenden strukturellen Probleme verdecken.

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