Porsche AG Aktie: Weitere Abwärtsfahrt?
Bei Porsche kommt zur operativen Neuaufstellung jetzt auch Druck von der Marktseite hinzu. Zum Wochenausklang wurde eine neue Leerverkaufsposition gemeldet – ausgerechnet in einer Phase, in der die Erwartungen für 2026 bereits zurückgenommen werden. Wie schwer wiegt dieses Signal für die ohnehin angeschlagene Aktie?
Shortseller und gesenkte Erwartungen
Laut Veröffentlichung von heute hat AQR Capital Management eine Netto-Leerverkaufsposition von 0,50% an Porsche aufgebaut. Solche Meldungen sind kein Urteil über den Unternehmenswert – sie zeigen aber, dass ein großer Marktteilnehmer kurzfristig auf fallende Kurse setzt.
Dazu passt, dass Ende Januar auch die Prognosen gedämpfter ausfielen: AlphaValue und Baader Europe gehen von einem verhaltenen Geschäftsjahr 2026 aus. Konkret wurden die EPS-Schätzungen für 2026 um 24,7% nach unten korrigiert. In Kombination mit dem Short-Einstieg ergibt sich ein klarer Eindruck: Der Markt erwartet weniger Rückenwind als noch vor wenigen Wochen.
Wichtige Fakten auf einen Blick:
- Aktueller Kurs: 41,00 € (heute: -0,53%)
- Performance: -13,32% seit Jahresanfang, -33,89% auf 12 Monate
- Neue Short-Position: AQR Capital Management mit 0,50%
- Prognose-Trend: EPS-Schätzung 2026 um 24,7% gesenkt (AlphaValue/Baader)
- Technische Lage: Kurs rund 8,7% unter dem 50-Tage-Durchschnitt; RSI (14) bei 35,2
Umbau im Management: Design und Regionen neu besetzt
Parallel setzt Porsche intern sichtbare Akzente. Michael Mauer tritt nach über 21 Jahren als Designchef zurück. Tobias Sühlmann übernimmt ab 1. Februar 2026.
Auch in den Regionen stellt Porsche um:
- Lateinamerika: Thomas Illner übernimmt ab März 2026 die Geschäftsführung.
- Asien-Pazifik: Ragnar Schulte wird ab Mai 2026 CEO der Region; Hannes Ruoff wechselt in die Zentrale.
Die Personalien zeigen: Porsche ordnet Zuständigkeiten neu – ein Schritt, der in einem anspruchsvollen Marktumfeld schnell Wirkung zeigen soll, dessen Ergebnis sich aber erst zeitversetzt in Zahlen ablesen lässt.
2025 als Bremsklotz – vor allem China
Der aktuelle Druck hat auch eine operative Vorgeschichte. 2025 sanken die globalen Auslieferungen um 10% auf 279.400 Fahrzeuge. Besonders deutlich fiel die Schwäche in China aus, wo die Auslieferungen um über 26% zurückgingen.
Innerhalb des Modellmixes war das Bild gemischt: Der elektrische Macan legte zu, während die Absätze bei Taycan und Cayenne deutlich nachgaben. Genau diese Kombination – schwache China-Dynamik plus durchwachsene Modelltrends – liefert den Hintergrund dafür, warum der Markt bei den Erwartungen für 2026 zuletzt den Rotstift ansetzte.
Unterm Strich bleibt die Lage angespannt: Mit 41,00 € notiert die Aktie nur knapp über dem 52‑Wochen-Tief (39,81 €) und deutlich unter wichtigen Durchschnittslinien. Der nächste konkrete interne Meilenstein ist der Amtsantritt von Tobias Sühlmann am 1. Februar 2026 – während an der Börse vorerst die gesenkten Gewinnerwartungen und die neue Short-Position den Ton angeben.
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