The Trade Desk hat einen Wechsel an der Finanzspitze bekanntgegeben. CFO Alex Kayyal verlässt das Unternehmen, Tahnil Davis übernimmt interimistisch. Die Adtech-Firma bestätigte gleichzeitig ihre Prognose für das vierte Quartal – doch die Aktie bleibt unter Druck.

Davis übernimmt die Finanzführung

Seit dem 24. Januar 2026 führt Tahnil Davis die Finanzgeschäfte von The Trade Desk. Davis, zuvor Chief Accounting Officer, arbeitet seit fast elf Jahren für das Unternehmen. CEO Jeff Green bezeichnete ihn als "außergewöhnlich starken Operator", der das Geschäft aus dem Effeff kennt.

Während The Trade Desk nach einem permanenten Nachfolger sucht, berichtet Davis direkt an Green. Die Übergangsphase fällt in eine Phase, in der die Aktie ohnehin mit Gegenwind zu kämpfen hat.

Prognose steht – Kurs schwächelt

Parallel zur Personalentscheidung bekräftigte The Trade Desk seine Guidance für Q4 2025:

  • Umsatz: mindestens 840 Millionen US-Dollar
  • Bereinigtes EBITDA: rund 375 Millionen US-Dollar

Die vollständigen Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 folgen am 25. Februar nach Börsenschluss. Doch die bestätigten Erwartungen konnten die Aktie nicht stützen – sie verlor am 29. Januar weitere 2,8 Prozent.

Der Kurs notiert derzeit bei 31,87 US-Dollar und damit etwa 73 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 118,90 US-Dollar. Verantwortlich für den anhaltenden Druck sind Sorgen über die Werbeausgaben-Trends und zunehmende Konkurrenz im digitalen Anzeigengeschäft.

Analysten senken Erwartungen

Mehrere Investmenthäuser haben ihre Einschätzungen in den vergangenen Wochen angepasst:

  • Citizens stufte die Aktie am 23. Januar von "Market Outperform" auf "Market Perform" herab und verwies auf verschärften Wettbewerb
  • UBS senkte das Kursziel von 82 auf 50 US-Dollar, hält aber am "Buy"-Rating fest
  • Stifel reduzierte das Kursziel von 90 auf 74 US-Dollar bei unverändertem "Buy"

Im Fokus stehen dabei zwei Risikofaktoren: Generative KI könnte die Wechselkosten zwischen verschiedenen Demand-Side-Plattformen senken. Gleichzeitig baut Amazon seine Position im Retail-Media-Geschäft aggressiv aus.

OpenAds als strategische Antwort

Trotz der kurzfristigen Herausforderungen treibt The Trade Desk seine OpenAds-Initiative voran. Anfang Januar gewann das Unternehmen namhafte Verlagspartner wie AccuWeather, BuzzFeed, Guardian, Hearst Magazines und Newsweek für die Plattform. OpenAds soll digitale Werbung transparenter machen und das Auktionsumfeld verbessern.

Die kommenden Quartalszahlen am 25. Februar werden zeigen, ob das operative Geschäft die strategischen Ambitionen untermauert – oder ob der Druck auf die Aktie anhält.

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