Tesla Aktie: Schatten über dem Cybercab
Wenige Wochen vor dem geplanten Produktionsstart des autonomen "Cybercab" gerät Teslas wichtigstes Zukunftsprojekt unter Beschuss. Ein prominenter Unfallbericht eines ausgewiesenen Branchenexperten legt fundamentale Schwächen der "Full Self-Driving"-Software (FSD) offen. Die Kritik trifft den Elektroautobauer zu einem sensiblen Zeitpunkt, denn die Milliardenbewertung des Konzerns stützt sich fast vollständig auf die Vision des fahrerlosen Taxis.
Ein Crash mit Signalwirkung
Raffi Krikorian, ehemaliger Leiter der Abteilung für selbstfahrende Autos bei Uber, hat seinen Tesla Model X im FSD-Modus bei einem Unfall zerstört. In einem Essay für das Magazin The Atlantic beschreibt er, wie das System in einer alltäglichen Kurve plötzlich die Orientierung verlor. Krikorian konnte nicht schnell genug eingreifen und prallte gegen eine Betonwand.
Das Brisante an dem Vorfall ist die Expertise des Fahrers. Krikorian baute selbst autonome Systeme auf und trainierte Sicherheitsfahrer für den Ernstfall. Er weiß genau, wie und warum Maschinen versagen. Sein zentrales Argument zielt auf einen psychologischen Konstruktionsfehler der Tesla-Software ab. Das Unternehmen verlangt von Menschen, ein System zu überwachen, das fast fehlerfrei funktioniert. Genau diese Zuverlässigkeit führt zur Unaufmerksamkeit.
Psychologen nennen dies das "Vigilanz-Dekrement". Wenn das System in einer Ausnahmesituation plötzlich die Kontrolle zurückgibt, benötigt der Fahrer fünf bis acht Sekunden, um geistig wieder vollständig präsent zu sein. Für einen Notfall ist das viel zu lange. Rechtlich gesehen wälzt Tesla als Level-2-System die gesamte Verantwortung auf den Fahrer ab. Konkurrenten wie BYD gehen hier bereits andere Wege und übernehmen bei bestimmten autonomen Funktionen die Haftung bei Unfällen.
Produktionsstart trifft auf schrumpfendes Kerngeschäft
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Tesla?
Ungeachtet der Sicherheitsbedenken treibt Tesla die Industrialisierung seiner Vision voran. In der Gigafactory in Texas laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, um bereits im April mit der Massenproduktion des Cybercab zu beginnen. Für die Wall Street steht viel auf dem Spiel. Die aktuelle Marktkapitalisierung von rund 1,5 Billionen US-Dollar basiert maßgeblich auf dem Erfolg dieser Technologie.
Das klassische Autogeschäft schwächelt hingegen spürbar. Der Umsatz sank 2025 um drei Prozent, während der Nettogewinn im Schlussquartal sogar um 61 Prozent einbrach. Ein Lichtblick bleibt die Energiesparte, die zuletzt um 27 Prozent wuchs. Am Aktienmarkt zeigt sich ein gemischtes Bild: Trotz eines Rückgangs von 7,52 Prozent seit Jahresbeginn notiert das Papier auf 12-Monats-Sicht noch immer mit gut 67 Prozent im Plus.
Um die nötige KI-Infrastruktur und die Robotaxi-Flotte aufzubauen, plant das Management für 2026 Investitionen von über 20 Milliarden US-Dollar. Entsprechend tief gespalten sind die Analysten. Die Spanne der Wall-Street-Experten reicht von extrem pessimistischen Verkaufsempfehlungen bis hin zu Dan Ives von Wedbush, der ein Kursziel von 600 US-Dollar ausruft.
Die kommenden Wochen liefern konkrete Meilensteine für Teslas autonome Ambitionen. Noch in diesem Monat soll die tägliche Kundennutzung der unüberwachten Robotaxi-Fahrten starten, bevor im April die Cybercab-Produktion anläuft. Für den Start des Cybercabs muss Tesla allerdings noch zwingend notwendige Ausnahmegenehmigungen bei den Behörden beantragen, was laut aktuellen Berichten bisher nicht geschehen ist.
Tesla-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Tesla-Analyse vom 18. März liefert die Antwort:
Die neusten Tesla-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Tesla-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Tesla: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








