Der niederländische Ausrüster formiert seine Führungsspitze neu und schüttet gleichzeitig Milliarden an seine Aktionäre aus. Während in China mit staatlichen Mitteln an einer heimischen Alternative zur EUV-Technologie gearbeitet wird, zeigt die Realität am Markt ein völlig anderes Bild. Kunden zahlen mittlerweile freiwillig hohe Aufschläge, um schneller an die begehrten Maschinen zu kommen.

Technologischer Burggraben schützt vor Konkurrenz

Kürzlich sorgten Berichte über Pekings Bemühungen, eine eigene EUV-Alternative zu entwickeln, für einen kurzen Kursrutsch von 5,5 Prozent. Der staatliche chinesische Investmentfonds "Big Fund III" lenkt derzeit viel Kapital in die heimische Halbleiterfertigung. Die Sorgen der Anleger verflogen allerdings schnell wieder, was zu einer direkten Kurserholung führte. Experten gehen davon aus, dass vor 2030 keine ernstzunehmende Konkurrenz entstehen wird.

ASMLs Vorsprung basiert auf einem komplexen Netzwerk von über 5.000 Zulieferern und jahrzehntelanger Produktionserfahrung. Wie unverzichtbar die Technologie der Niederländer ist, beweist das aktuelle Verhalten von Großkunden. Der Speicherchip-Hersteller SK Hynix zahlt Berichten zufolge momentan Prämien von 15 bis 20 Prozent über dem regulären Listenpreis, ausschließlich um die Auslieferung der EUV-Systeme zu beschleunigen.

Preismacht füllt die Kassen

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Diese starke Marktposition spiegelt sich direkt in den Finanzdaten wider. Das Unternehmen rechnet für das laufende Jahr 2026 mit einem Umsatz zwischen 34 und 39 Milliarden Euro bei Bruttomargen von über 50 Prozent. Aktionäre profitieren von dieser Ertragskraft in doppelter Hinsicht. Neben einer um 17 Prozent angehobenen Dividende für das abgelaufene Jahr läuft das bis Ende 2028 angelegte Aktienrückkaufprogramm über 12 Milliarden Euro planmäßig weiter. Allein Mitte März erwarb der Konzern innerhalb von fünf Handelstagen eigene Papiere im Wert von rund 125 Millionen Euro. Diese fundamentale Stärke stützt den langfristigen Aufwärtstrend an der Börse, wo das Papier auf Jahressicht ein Plus von über 80 Prozent verzeichnet und aktuell bei rund 1.210 Euro notiert.

Um die technologische Führungsposition abzusichern, stellt sich ASML nun auch personell neu auf. Marco Pieters soll als neuer Chief Technology Officer (CTO) in den Vorstand einziehen und die zukünftige Entwicklung verantworten. Zudem wird das Aufsichtsgremium mit Benjamin Loh, dem ehemaligen Chef von ASM International, durch einen erfahrenen Branchenkenner verstärkt.

Am 15. April wird ASML die Zahlen für das erste Quartal 2026 vorlegen, bevor am 22. April die Hauptversammlung in Veldhoven die personellen Weichen offiziell stellt. Im Fokus der Investoren wird bei der Zahlenvorlage der Ausblick stehen, wie das Management die abnehmende Nachfrage aus China durch das Wachstum im Bereich der neuen High-NA-EUV-Systeme kompensieren will.

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