Almonty Industries Aktie: Der Realitätscheck
Die Eröffnung der Sangdong-Wolframmine in Südkorea glich einem Staatsempfang. Über 200 Regierungsvertreter und US-Diplomaten feierten gestern die Rückkehr der Anlage in die Produktion nach über 30 Jahren Stillstand. Während die geopolitische Relevanz des Projekts unbestritten ist, richtet sich der Blick der Investoren nun auf die harte finanzielle Umsetzung.
Strategische Bedeutung treibt das Projekt
Die massive politische Präsenz hat einen klaren Hintergrund. China kontrolliert schätzungsweise 75 bis 80 Prozent des weltweiten Wolframangebots und hat Ende 2025 die Exportrichtlinien drastisch verschärft. Als Folge schoss der Preis für das Industriemetall, das für Halbleiter und Rüstungsgüter essenziell ist, im vergangenen Jahr um über 160 Prozent in die Höhe.
Um diese Abhängigkeit zu verringern und US-Verteidigungsvorgaben für die Zeit nach 2027 zu erfüllen, positioniert Almonty die Sangdong-Mine als westliche Alternative. Die Ernennung des pensionierten US-Brigadegenerals Steven L. Allen zum Chief Operating Officer unterstreicht die gezielte Ausrichtung auf lukrative Regierungs- und Rüstungsaufträge.
Ausbaupläne und globale Produktion
Operativ hat das Unternehmen ehrgeizige Vorgaben. Mit der nun abgeschlossenen ersten Phase sollen jährlich rund 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat gefördert werden. Eine für 2027 geplante zweite Ausbaustufe ist darauf ausgelegt, diese Menge zu verdoppeln. Bei voller Auslastung erwartet das Management, etwa 40 Prozent der globalen Nachfrage außerhalb Chinas decken zu können.
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Ein wesentlicher Vorteil der Anlage ist die prognostizierte Lebensdauer von über 45 Jahren sowie ein Erzgehalt, der den weltweiten Durchschnitt um das Dreifache übersteigt. Unter dem Konzept der "Korean Trinity" plant Almonty zudem, die Wertschöpfungskette vor Ort durch eine eigene Oxidationsanlage und den Abbau angrenzender Molybdän-Vorkommen zu erweitern. Das Ziel ist die hausinterne Veredelung der Rohstoffe.
Blick auf die Bilanzen
Trotz der feierlichen Eröffnung reagierte die Aktie gestern mit einem leichten Kursrückgang von knapp vier Prozent auf 16,60 Euro. Anleger positionieren sich offensichtlich neu, bevor das Unternehmen am morgigen Donnerstag seine Quartalszahlen vorlegt. Im Fokus stehen dabei weniger die politischen Rahmenbedingungen, sondern konkrete Aussagen zu Produktionskosten und Verkaufsvolumina. In der Vergangenheit war die finanzielle Entwicklung des Unternehmens von hohen Schulden und Verlusten geprägt, auch wenn die Aktie derzeit über ihren gleitenden Durchschnitten der letzten 50 und 200 Tage notiert.
Mit der Vorlage der Bilanzen am 19. März muss das Management beweisen, dass sich der operative Hochlauf in zählbare Gewinne übersetzen lässt. Neben der Produktion in Südkorea und dem bestehenden Betrieb in Portugal steht dabei auch ein weiteres Wolfram-Projekt im US-Bundesstaat Montana auf der Agenda, das bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 die Förderung aufnehmen soll. Der Übergang vom Projektentwickler zum produzierenden Bergbauunternehmen tritt damit in seine entscheidende Phase.
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