Das Börsenjahr 2026 beginnt für Tesla mit einem empfindlichen Dämpfer. Der US-Konzern musste nicht nur seinen Titel als weltweit größter Hersteller von Elektrofahrzeugen an den chinesischen Konkurrenten BYD abgeben, sondern meldete auch enttäuschende Auslieferungszahlen für das abgelaufene Quartal. Während der Aktienkurs um 445,60 US-Dollar unter Druck steht, stellen sich Investoren die Frage: Kann Elon Musks Wette auf KI und Robotaxis die Schwäche im Kerngeschäft kompensieren?

Verfehlte Prognosen und Schrumpfkurs

Die aktuellen Daten zeichnen ein klares Bild der operativen Probleme. Im vierten Quartal 2025 lieferte Tesla lediglich 418.227 Fahrzeuge aus und verfehlte damit die Analystenschätzungen, die bei rund 422.000 Einheiten lagen. Besonders schwer wiegt der Vergleich zum Vorjahr: Die Auslieferungen brachen um satte 16 Prozent ein.

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Auch die Jahresbilanz für 2025 fällt ernüchternd aus:
* Gesamtauslieferungen: 1,64 Millionen Fahrzeuge (ein Rückgang von ca. 9 Prozent).
* Machtwechsel: BYD zog mit 2,26 Millionen verkauften reinen Elektroautos deutlich an Tesla vorbei und sicherte sich die globale Marktführerschaft.

Während Tesla schrumpfte, konnte der chinesische Rivale seinen Absatz um rund 28 Prozent steigern. Diese gegenläufigen Trends verdeutlichen, wie sehr Tesla seine dominante Position im Markt eingebüßt hat.

Heimatmarkt unter Druck

Ein Blick auf die Details offenbart, dass Tesla besonders im heimischen US-Markt an Boden verliert. Verifizierte Daten zeigen, dass der Marktanteil im dritten Quartal 2025 auf etwa 41 Prozent gefallen ist – ein deutlicher Absturz von früheren Werten jenseits der 60-Prozent-Marke.

Verantwortlich für die Flaute im vierten Quartal war maßgeblich das Auslaufen der staatlichen US-Kaufprämie von 7.500 Dollar im September 2025. Das Ende der Subventionen hinterließ ein Nachfrageloch, das Tesla mangels neuer, günstigerer Modelle nicht füllen konnte. Etablierte Autobauer und neue Marktteilnehmer nutzten diese Lücke konsequent aus.

Bewertung in der Kritik

Angesichts der schwindenden Absatzzahlen erscheint die Bewertung der Aktie vielen Marktbeobachtern zunehmend fragwürdig. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von fast 292 ist im Aktienkurs ein enormes Wachstum eingepreist, das die aktuellen Automobil-Zahlen nicht hergeben. Analystenhäuser wie Morningstar stufen das Papier als überbewertet ein und warnen, dass die Hoffnungen auf KI- und Robotik-Umsätze die fundamentale Schwäche im Autogeschäft überdecken.

Flucht nach vorn

CEO Elon Musk versucht unterdessen, den Fokus der Anleger auf politische Allianzen und Zukunftsvisionen zu lenken. Ein Treffen mit Donald Trump am vergangenen Samstag in Mar-a-Lago werten Analysten als strategischen Schachzug, um regulatorische Hürden für das autonome Fahren abzubauen. Während Musk für 2026 Großes verspricht und den Produktionsstart des "Cybercab" für April anvisiert, bleibt die Skepsis groß: Experten rechnen nicht vor 2027 oder 2028 mit einer massenhaften Verbreitung der Robotaxis.

Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird der kommende Quartalsbericht ("Earnings Call") später in diesem Monat sein. Das Management muss dann konkret darlegen, wie der Marktanteilsverlust ohne Preiskampf gestoppt und die Zeit nach dem Wegfall der US-Subventionen profitabel gestaltet werden soll.

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