Der Göppinger Softwarekonzern hat seine Pflicht für das Geschäftsjahr 2025 erfüllt, doch die Kür an der Börse bleibt bislang aus. Während die vorläufigen Zahlen im Rahmen der Erwartungen lagen, notiert die Aktie weiterhin in gefährlicher Nähe zum 52-Wochen-Tief. Nun richten sich alle Blicke auf den 10. Februar: Kann der Ausblick für 2026 das Ruder herumreißen oder droht der nächste Rückschlag?

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

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  • Termin: Am 10. Februar 2026 folgen der vollständige Geschäftsbericht und die Prognose.
  • Status Quo: Umsatzziele für 2025 wurden mit rund 767 Millionen Euro erreicht.
  • Chart-Lage: Der Kurs nähert sich mit 5,55 Euro bedrohlich dem Jahrestief von 5,41 Euro.

Solide Basis, fehlende Fantasie

Die am 9. Januar veröffentlichten Eckdaten zeigten ein Unternehmen, das liefert, was es verspricht – allerdings ohne positive Ausreißer. Der währungsbereinigte Umsatz legte 2025 um etwa fünf Prozent zu, während die EBITDA-Marge stabil bei rund 44 Prozent blieb.

Für den Kapitalmarkt reicht diese "Dienst nach Vorschrift"-Mentalität aktuell nicht aus. Mit einem Kursverlust von über 50 Prozent auf Sicht von zwölf Monaten spiegelt der Aktienkurs eine tiefe Skepsis der Anleger wider. Der aktuelle RSI von 27,6 deutet zwar auf eine überverkaufte Situation hin, doch für eine nachhaltige Wende fehlen bislang fundamentale Impulse.

Hoffnungsträger Großkundengeschäft

Ein Lichtblick in der Bilanz ist das Enterprise-Segment. Das vierte Quartal verlief hier besonders stark, was auch auf die Integration der Tochter 1E zurückzuführen ist. Intern wird bereits von einem "Turnaround-Quartal" für die Sparte gesprochen.

Zwei strategische Vertragsabschlüsse mit einem Volumen von rund zehn Millionen Euro untermauern diese Entwicklung. Der Zuwachs bei den jährlich wiederkehrenden Umsätzen (ARR) lag im Schlussquartal bei elf Millionen Euro und damit deutlich über dem Niveau der Vorquartale. Diese Dynamik muss das Management nun bestätigen und fortführen.

Was der 10. Februar bringen muss

Marktbeobachter werten den kommenden Berichtstermin als entscheidenden Test für die Glaubwürdigkeit der langfristigen Strategie. Der Fokus liegt weniger auf den detaillierten Q4-Zahlen, sondern primär auf der Guidance für das laufende Jahr.

Investoren erwarten konkrete Antworten auf zwei Fragen:
1. Kann das Wachstum im Enterprise-Bereich die Schwäche bei kleineren Geschäftskunden (SMB) kompensieren?
2. Wie wirken sich die Maßnahmen zur Kosteneffizienz auf den Cashflow 2026 aus?

Fazit

TeamViewer hat mit den vorläufigen Zahlen das Schlimmste verhindert, aber noch keine Aufbruchstimmung erzeugt. Die Bestätigung der Prognose war eine Pflichtübung, der Ausblick am 10. Februar wird die Kür. Sollte das Management keine überzeugende Wachstumsperspektive für 2026 präsentieren, dürfte die Unterstützung beim 52-Wochen-Tief von 5,41 Euro akut gefährdet sein. Ein starker Ausblick hingegen könnte die überfällige Gegenbewegung einleiten.

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