Der niederländische Halbleiter-Ausrüster ASML startet mit einem strategischen Ausrufezeichen in die neue Woche. Unterstützt durch Rekordaufträge und ein massives Aktienrückkaufprogramm bestätigt der Konzern seine ambitionierten Wachstumsziele für 2026. Während die fundamentale Stärke unbestritten scheint, fragen sich Marktteilnehmer angesichts der jüngsten Kursvolatilität: Sind die Lieferketten robust genug für diesen Ansturm?

Rekordbücher dank KI-Boom

Die jüngsten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Im vierten Quartal verzeichnete ASML Netto-Auftragseingänge in Höhe von 13,2 Milliarden Euro – ein Wert, der die Analystenerwartungen weit übertraf. Haupttreiber dieser Entwicklung ist die ungebremste Nachfrage nach EUV-Lithographiesystemen (Extreme Ultraviolet), da Chipfertiger weltweit ihre Kapazitäten für KI-Prozessoren massiv ausbauen.

Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich das Management selbstbewusst. CEO Christophe Fouquet prognostiziert für 2026 einen Gesamtumsatz zwischen 34 und 39 Milliarden Euro. Dieses Wachstum stützt sich auf den steigenden Absatz der EUV-Systeme sowie das expandierende Servicegeschäft. Bereits im ersten Quartal 2026 rechnet das Unternehmen mit Erlösen zwischen 8,2 und 8,9 Milliarden Euro.

Milliarden fließen an Aktionäre

Neben dem operativen Wachstum setzt ASML auf eine aggressive Kapitalrückführung. Der Konzern kündigte ein neues Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 12 Milliarden Euro an, das bis Ende 2028 laufen soll.

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Gleichzeitig dürfen sich Anleger über eine deutliche Erhöhung der Ausschüttung freuen. Die Gesamtdividende für 2025 steigt im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent auf 7,50 Euro je Aktie. Eine Zwischendividende von 1,60 Euro wird bereits am 18. Februar 2026 fällig.

Analysten heben Ziele an

Trotz der starken Fundamentaldaten zeigte sich die Aktie zuletzt schwankungsanfällig. Gewinnmitnahmen nach der vorangegangenen Rallye prallten auf Sorgen, ob die Produktionskapazitäten dem enormen Auftragsbestand gewachsen sind. Finanzinstitute bewerten die Lage jedoch überwiegend positiv.

Wells Fargo hob das Kursziel kürzlich auf 1.650 US-Dollar an und begründete dies mit dem anhaltenden Bedarf an KI- und Speicher-Equipment. Auch Goldman Sachs bekräftigte die Kaufempfehlung („Buy“) und verwies auf die solide Nachfrage nach den Lithographie-Tools des Unternehmens.

Entscheidende Faktoren für 2026

Der Fokus der Investoren richtet sich nun auf die operative Umsetzung. Das Erreichen der Umsatzziele für 2026 hängt maßgeblich von der reibungslosen Hochlaufphase der neuen High-NA-Fertigungstechnologien ab. Zudem werden die Investitionspläne (CapEx) der Großkunden wie Intel und TSMC genau beobachtet, da diese direkt mit dem Auslieferungszeitplan von ASML korrelieren.

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