Ein DOJ-Strafverfahren, ein Kurssturz von über 33 Prozent und eine nahende Klagefrist — Super Micro Computer steckt tief in einer Governance-Krise. Rekorderlöse allein reichen nicht, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen.

Der Kern des Strafverfahrens

Am 19. März 2026 wurde eine Bundesanklage des US-Justizministeriums entsiegelt, die Yih-Shyan „Wally" Liaw betrifft — Mitgründer und ehemaliger Senior Vice President des Unternehmens. Die Vorwürfe sind gravierend: Liaw soll zwischen 2024 und 2025 an einer Verschwörung beteiligt gewesen sein, hochwertige KI-Server im Wert von rund 2,5 Milliarden US-Dollar — überwiegend mit Nvidia-Chips bestückt — unter Umgehung amerikanischer Exportkontrollgesetze nach China umgeleitet zu haben.

Das Unternehmen selbst ist in dem Strafverfahren nicht als Angeklagter aufgeführt. Aktionäre haben jedoch zivilrechtliche Sammelklagen vor dem Bundesgericht in San Francisco eingereicht. Sie werfen Super Micro vor, wesentliche Schwächen in den Compliance-Strukturen verschwiegen und die Abhängigkeit vom China-Geschäft gezielt verborgen zu haben.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Super Micro Computer?

Klagedruck und Marktreaktion

Kanzleien wie Faruqi & Faruqi sowie die Law Offices of Howard G. Smith haben den 26. Mai 2026 als Frist für die Benennung eines Hauptklägers gesetzt. Der Klagezeitraum umfasst Käufe zwischen dem 30. April 2024 und dem 19. März 2026.

Die Marktreaktion auf die Entsiegelung der Anklage war unmittelbar: Die Aktie brach am 20. März um 33,3 Prozent auf rund 20,53 US-Dollar ein. Eine kurze Erholung um etwa 8,2 Prozent auf rund 24,05 US-Dollar am 26. März konnte den Schaden nur teilweise begrenzen. Der rechtliche Druck lastet weiter auf dem Kurs.

Rekorderlöse gegen Vertrauensverlust

Operativ läuft das Geschäft auf Hochtouren. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Super Micro einen Rekordumsatz von 12,7 Milliarden US-Dollar — ein Plus von 123 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Management bestätigte die Jahresprognose von mindestens 40 Milliarden US-Dollar.

Die starken Zahlen können die Governance-Krise jedoch nicht überdecken. Analysten zeigen sich gespalten: Citigroup senkte das Kursziel auf 25 US-Dollar, Northland Capital Markets stufte die Aktie auf „Market Perform" herab und nannte ein Ziel von 22 US-Dollar — mit dem Hinweis auf möglicherweise stagnierendes Wachstum. Hintergrund ist die Sorge, dass der Skandal den Status von Super Micro als bevorzugter Partner wichtiger Chip-Lieferanten gefährden könnte. Bis zur Klagefrist am 26. Mai dürfte die Unsicherheit anhalten.

Super Micro Computer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Super Micro Computer-Analyse vom 31. März liefert die Antwort:

Die neusten Super Micro Computer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Super Micro Computer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Super Micro Computer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...