Während die Wall Street nach der jüngsten Anklage gegen einen Mitgründer in Deckung geht, zeigen sich Privatanleger erstaunlich unbeeindruckt. Der KI-Server-Bauer kämpft nach Vorwürfen illegaler Exportgeschäfte mit einem massiven Vertrauensverlust bei institutionellen Investoren. Gleichzeitig steht nun sogar die Mitgliedschaft in einem der wichtigsten Aktienindizes der Welt auf dem Prüfstand.

Umbau an der Spitze

Das US-Justizministerium hat drei Mitarbeiter, darunter Mitgründer Yih-Shyan „Wally“ Liaw, wegen Verstößen gegen Exportkontrollen angeklagt. Die Beschuldigten sollen Server mit Nvidia-Chips im Wert von 2,5 Milliarden US-Dollar über Briefkastenfirmen nach China geschleust haben. Das Unternehmen selbst ist nicht angeklagt und kooperiert mit den Behörden.

Um den Reputationsschaden zu begrenzen, trat Liaw sofort aus dem Verwaltungsrat zurück. Als neue Interims-Compliance-Chefin übernimmt DeAnna Luna, die zuvor ähnliche Positionen bei Intel und Teledyne bekleidete. Brisant an der Personalie Liaw: Er hatte das Unternehmen bereits 2018 im Zuge eines Bilanzskandals verlassen müssen, bevor er 2021 als Berater zurückkehrte.

Index-Zugehörigkeit unter der Lupe

Die Corporate-Governance-Krise ruft nun die Index-Wächter auf den Plan. Super Micro wurde erst im März 2024 auf dem Höhepunkt des KI-Booms in den S&P 500 aufgenommen. Seitdem hat das Papier rund 80 Prozent seines Wertes eingebüßt. Das zuständige Komitee prüft angesichts der regulatorischen Verstöße und der internen Kontrollmängel derzeit den Verbleib des Unternehmens im Index.

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Der jüngste Abverkauf drückte den Kurs exakt auf das 52-Wochen-Tief von 19,83 US-Dollar, was einem Verlust von knapp 38 Prozent allein in den vergangenen sieben Tagen entspricht. Analysten von Argus und CJS Securities reagierten auf die unsichere Lage bereits mit Herabstufungen.

Profiteure und unerschütterliche Optimisten

Trotz der institutionellen Verkaufswelle zeichnet sich bei Privatanlegern ein völlig anderes Bild ab. Auf Plattformen wie Stocktwits bleibt die Stimmung extrem bullisch. Viele Nutzer argumentieren, dass die operativen Fundamentaldaten stark seien und die fehlende direkte Anklage gegen den Konzern eine baldige Erholung begünstige.

Während die Kleinanleger auf ein Comeback setzen, positioniert sich die Konkurrenz. Analysten von Wells Fargo sehen in den Turbulenzen eine direkte Chance für Dell Technologies, Marktanteile im lukrativen Segment für KI-Server zu gewinnen.

Die kommenden Wochen erfordern von Super Micro handfeste Beweise für eine funktionierende interne Kontrolle. Bis das S&P-Komitee eine endgültige Entscheidung über den Index-Verbleib trifft, dürfte die hohe Volatilität der Aktie anhalten, während institutionelle Investoren das Feld vorerst der Konkurrenz wie Dell überlassen.

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