Der Schmuggel-Skandal um illegal transferierte Nvidia-Chips nach China hat Super Micro Computer schwer getroffen. Und dennoch setzen Spekulanten auf eine Erholung — trotz laufender Strafverfolgung, Führungswechseln und sinkender Kursziele.

Ungewöhnliche Wetten am Optionsmarkt

Am 28. März wurden knapp 286.500 Call-Optionen auf Super Micro Computer gehandelt — rund 24 Prozent mehr als im Tagesdurchschnitt. Das ist bemerkenswert, denn der Aktienkurs steht weiterhin unter erheblichem Druck. Zum Vergleich: Am 20. März brach der Kurs um 33 Prozent ein, nachdem das US-Justizministerium eine Anklageschrift gegen drei ehemalige Mitarbeiter entsiegelt hatte.

Der Vorwurf ist gravierend: Mitgründer Yih-Shyan „Wally" Liaw, Vertriebsmanager Ruei-Tsang Chang und Auftragnehmer Ting-Wei Sun sollen über eine Drittfirma in Südostasien KI-Server mit gesperrten Nvidia-GPUs — darunter H200- und B200-Modelle — im Wert von 2,5 Milliarden US-Dollar illegal nach China transferiert haben. Um Compliance-Prüfer zu täuschen, sollen dabei 2.107 sogenannte „Dummy-Server" eingesetzt worden sein.

Führungswechsel und starke Quartalszahlen

Super Micro hat die betroffenen Mitarbeiter entlassen und DeAnna Luna als kommissarische Chief Compliance Officer eingesetzt. Das Unternehmen selbst wurde nicht angeklagt und kooperiert nach eigenen Angaben mit den Ermittlern.

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Operativ läuft das Geschäft derweil stark: Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Super Micro einen Umsatz von 12,68 Milliarden US-Dollar — ein Anstieg von 123 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,69 US-Dollar und übertraf die Analystenerwartungen von 0,49 US-Dollar deutlich.

Analysten kappen Kursziele

Die starken Zahlen haben die Stimmung unter Analysten dennoch nicht aufgehellt. Citigroup senkte das Kursziel von 39 auf 25 US-Dollar, die Bank of America auf 24 US-Dollar, Northland Capital auf 22 US-Dollar. Das durchschnittliche Kursziel liegt aktuell bei rund 36 US-Dollar — weit über dem aktuellen Kursniveau, das seit Jahresbeginn um knapp 29 Prozent nachgegeben hat.

Institutionelle Investoren reagieren gespalten: Signal Advisors Wealth liquidierte Ende 2025 rund 70 Prozent seiner Position, während Assenagon Asset Management seinen Anteil um 109,7 Prozent auf rund 460.000 Aktien aufstockte.

Ein konkreter Termin rückt nun in den Fokus: Am 26. Mai 2026 läuft die Frist für Lead-Plaintiff-Anträge in mehreren Sammelklagen ab. Die Kläger werfen dem Unternehmen vor, seine Abhängigkeit von gesperrten chinesischen Exportgütern nicht offengelegt zu haben. Wie das Unternehmen mit diesem juristischen Druck umgeht, dürfte die Kursentwicklung in den kommenden Wochen maßgeblich prägen.

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