Super Micro Computer reitet weiter auf der KI-Welle und liefert Zahlen, die Analysten staunen lassen. Der massive Umsatzsprung im zweiten Geschäftsquartal übertraf alle Erwartungen und führte zu einer angehobenen Jahresprognose. Doch der Rekordlauf offenbart bei genauerem Hinsehen einen wunden Punkt: Das rasante Wachstum geht zunehmend auf Kosten der Profitabilität.

Umsatzexplosion durch KI-Boom

Der Hardware-Spezialist meldete für das am 31. Dezember 2025 beendete Quartal einen Umsatz von rund 12,7 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einem Anstieg von 123 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum und liegt deutlich über den Markterwartungen von etwa 10,4 Milliarden US-Dollar. Auch beim bereinigten Gewinn pro Aktie übertraf das Unternehmen mit 0,69 US-Dollar die Prognosen der Wall Street.

Haupttreiber dieser Entwicklung ist der anhaltende Run auf KI-Infrastruktur. Die Nachfrage von Rechenzentrumsbetreibern nach den Server- und Speicherlösungen des Unternehmens bleibt ungebrochen hoch. Als Reaktion auf diese Dynamik hob das Management die Umsatzprognose für das gesamte Geschäftsjahr 2026 auf mindestens 40 Milliarden US-Dollar an.

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Profitabilität unter Druck

Trotz der Euphorie um die Wachstumszahlen zeigt der Quartalsbericht deutliche Risse im Fundament. Die bereinigte Bruttomarge schrumpfte im zweiten Quartal auf lediglich 6,4 %. Verantwortlich hierfür sind laut Unternehmensangaben höhere Kosten für die Einführung neuer Plattformen sowie ein veränderter Kundenmix.

Besonders brisant ist die Abhängigkeit von Großkunden, die über eine stärkere Preismacht verfügen. Berichten zufolge war ein einziger Kunde für 63 % des gesamten Quartalsumsatzes verantwortlich. Diese hohe Konzentration stellt ein nicht zu unterschätzendes Klumpenrisiko dar, auch wenn die Aktie nach den Nachrichten zulegen konnte. Aktuell notiert das Papier allerdings weiterhin rund 44 % unter dem 52-Wochen-Hoch vom Juli 2025.

Die Zahlen im Überblick:

  • Umsatz: 12,7 Mrd. USD (+123 % zum Vorjahr)
  • Gewinn je Aktie (bereinigt): 0,69 USD (über Erwartungen)
  • Bruttomarge: Rückgang auf 6,4 %
  • Ausblick Q3: Umsatz von mindestens 12,3 Mrd. USD erwartet

Die Marschrichtung für das laufende dritte Geschäftsquartal ist mit einer Umsatzerwartung von mindestens 12,3 Milliarden US-Dollar aggressiv gewählt. Für Investoren verschiebt sich der Fokus nun jedoch weg vom reinen Umsatzwachstum hin zur betriebswirtschaftlichen Effizienz. Das Management steht in den kommenden Monaten vor der konkreten Aufgabe, die Abhängigkeit von einzelnen Großkunden zu reduzieren und die Margen trotz des Wettbewerbsdrucks wieder zu stabilisieren.

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