Super Micro liefert im KI-Boom ab – und hebt die Jahresprognose deutlich an. Hinter den Rekordzahlen steckt vor allem die enorme Nachfrage nach Infrastruktur für KI-Anwendungen in Rechenzentren. Doch neben dem Wachstum schauen Investoren gerade auf zwei heikle Punkte: Margen und Kundenabhängigkeit.

KI-Nachfrage treibt Umsatzsprung

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (Ende: 31. Dezember 2025) meldete Super Micro einen Umsatz von 12,7 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 123% gegenüber dem Vorjahr. Treiber waren vor allem AI-GPU-Plattformen und sogenannte Rack-Scale-Lösungen, die besonders bei großen Rechenzentrums- und Unternehmenskunden gefragt sind.

Auch beim Ergebnis übertraf das Unternehmen die Erwartungen: Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 0,69 US-Dollar. Auf Basis der starken Nachfrage hob Super Micro die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 auf mindestens 40 Milliarden US-Dollar an. Für das dritte Quartal stellt das Management mindestens 12,3 Milliarden US-Dollar Umsatz in Aussicht.

Die wichtigsten Eckdaten aus Q2 (GJ 2026):
- Umsatz: 12,7 Mrd. USD (+123% YoY)
- Bereinigte Bruttomarge: 6,4% (Vorjahr: 11,9%)
- Bereinigtes EPS: 0,69 USD
- Umsatzprognose GJ 2026: mindestens 40 Mrd. USD
- Umsatzprognose Q3: mindestens 12,3 Mrd. USD

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Margen unter Druck – und ein Klumpenrisiko

So beeindruckend das Wachstum ist: Die Profitabilität steht sichtbar unter Druck. Die bereinigte Bruttomarge sank auf 6,4%, nach 11,9% im Vorjahresquartal. Als Gründe nennt das Unternehmen den Produkt- und Kundenmix sowie Kosten, die beim Hochfahren neuer Plattformen anfallen. Übersetzt: Viel Geschäft heißt nicht automatisch viel Marge – vor allem dann nicht, wenn Skalierung und komplexe Projekte kurzfristig teuer sind.

Dazu kommt ein Punkt, den der Markt selten lange ignoriert: die Kundenkonzentration. Im Quartal entfielen rund 63% des Umsatzes auf einen einzigen großen Rechenzentrumskunden. Das unterstreicht zwar, wie groß die Nachfrage nach KI-Servern aktuell ist – macht die Entwicklung aber auch anfällig, falls dieser Kunde Bestellungen verschiebt oder die Konditionen härter verhandelt. Wie nachhaltig ist das Wachstum, wenn ein einzelner Kunde so viel Gewicht hat? Ein Teil der Antwort liegt in der Frage, ob Super Micro die Kundenbasis verbreitern kann, während der KI-Ausbau weiterläuft.

Rückenwind aus dem Marktumfeld

Die Zahlen fallen in eine Phase, in der weltweit massiv in KI-Rechenzentren investiert wird. Der Trend: Hyperscaler und große Unternehmen rüsten ihre Infrastruktur für KI-Workloads auf, was die Nachfrage nach spezialisierten Servern nach oben zieht. Genau in diesem „Aufrüstmodus“ der Branche positioniert sich Super Micro – und erklärt damit, warum das Management die Umsatzlatte für das Gesamtjahr so deutlich höher legt.

An der Börse notierte die Aktie zuletzt bei 30,85 US-Dollar und damit nur knapp am 50-Tage-Durchschnitt – gleichzeitig aber deutlich unter dem Niveau des 52-Wochen-Hochs. Entscheidend für die nächsten Monate dürfte sein, ob das starke Umsatztempo anhält, ohne dass die Margen weiter ausfransen, und ob sich die Abhängigkeit von einem Großkunden spürbar relativiert.

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