Während der breite Technologiesektor zuletzt unter Volatilität litt und Wettbewerber wie Alphabet mit Ausgabensorgen kämpfen, zeigt sich IBM bemerkenswert widerstandsfähig. Der Grund dafür liegt in Washington: Der Konzern wurde für ein gigantisches Verteidigungsprogramm der US-Regierung ausgewählt. Gleichzeitig sorgt CEO Arvind Krishna mit drastischen Prognosen zur Zukunft der Arbeit für Gesprächsstoff.

Einstieg in das "SHIELD"-Programm

Der wichtigste Kurstreiber ist die Auswahl von IBM durch die US-Raketenabwehrbehörde (MDA) für das sogenannte "SHIELD"-Programm (Scalable Homeland Innovative Enterprise Layered Defense). Wie am Donnerstag bekannt wurde, ist IBM Teil eines umfangreichen Rahmenvertrags.

Das finanzielle Volumen dieses Vertrags ist gewaltig: Die Obergrenze liegt bei 151 Milliarden US-Dollar. Anleger sollten jedoch beachten, dass dies die maximale Summe für alle beauftragten Unternehmen darstellt und keine garantierte Einnahme allein für IBM ist. Dennoch unterstreicht die Nominierung die Relevanz von IBM im Verteidigungssektor. Die Aufgabe des Konzerns liegt primär in der Bereitstellung innovativer Fähigkeiten, insbesondere im Bereich KI-gestützte Sensorik und Missionssicherheit.

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CEO Krishna: KI verdrängt Routinejobs

Parallel dazu treibt das Management die Diskussion voran, wie Künstliche Intelligenz Unternehmensstrukturen verändern wird. In einem aktuellen Interview prognostizierte CEO Arvind Krishna massive Verschiebungen am Arbeitsmarkt. Er schätzt, dass rund 50 Prozent der Call-Center-Jobs und routinemäßige Dokumentenbearbeitungs-Rollen durch KI ersetzt werden könnten.

Obwohl Krishna insgesamt von einer Verlagerung von 5 bis 10 Prozent der Arbeitskräfte ausgeht, betont er die Notwendigkeit von Umschulungen. Diese Offenheit ist strategisch motiviert: IBM vermarktet aktiv genau jene Lösungen, die diese Prozesse bei Unternehmenskunden automatisieren sollen.

Strategische Erweiterungen und Dividende

Um die eigene KI-Position zu stärken, setzt IBM auf gezielte Investitionen und Partnerschaften:

  • Software-Entwicklung: IBM hat in das Startup Anima investiert, das sich auf generative KI für Software-Teams spezialisiert hat. Ziel ist die Beschleunigung der Frontend-Entwicklung durch sogenanntes "Vibe Coding".
  • Mittelstand: Die Beratungsgruppe Gallea Ai ist dem "Partner Plus"-Programm beigetreten, um IBMs Hybrid-Cloud-Technologien stärker im Mittelstand zu verankern.

Für einkommensorientierte Anleger steht zudem ein wichtiger Termin unmittelbar bevor: Am Dienstag, den 10. Februar 2026, wird die IBM-Aktie ex-Dividende gehandelt. Wer von der aktuellen jährlichen Dividende von 6,72 US-Dollar je Aktie profitieren möchte, muss das Papier vor diesem Stichtag im Depot haben. Nach den starken Zahlen des vierten Quartals bleibt die Kombination aus stabilen Regierungsaufträgen und der KI-Offensive das zentrale Argument für die Aktie.

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