Strategy Inc. setzt ihren Bitcoin-Kurs unbeirrt fort – doch an der Börse kommt das derzeit kaum an. Während das Unternehmen seinen Bestand an Kryptowährungen weiter ausbaut, notiert die Aktie klar unter ihrem Niveau vor einem Jahr. Im Zentrum steht die Frage, ob der Markt das Geschäftsmodell noch honoriert oder bereits deutlich skeptischer bewertet.

Neuer Bitcoin-Kauf, schwache Kursreaktion

In den letzten Dezembertagen 2025 hat Strategy Inc. erneut groß zugekauft. Laut einer aktuellen SEC-Meldung erwarb das Unternehmen zwischen dem 22. und 28. Dezember weitere 1.229 Bitcoins für insgesamt rund 108,8 Millionen US-Dollar, im Schnitt zu etwa 88.568 US-Dollar pro Coin.

Damit wächst der Bitcoin-Schatz per 31. Dezember 2025 auf beachtliche 672.497 Bitcoins. Insgesamt hat Strategy hierfür rund 50,44 Milliarden US-Dollar ausgegeben, bei durchschnittlichen Anschaffungskosten von etwa 74.997 US-Dollar je Bitcoin.

Finanziert wurde der jüngste Kauf vollständig über den Aktienmarkt: Strategy nutzte sein bestehendes „At-The-Market“-Aktienprogramm und platzierte neue Class-A-Aktien. Die Nettoerlöse aus diesen Verkäufen flossen 1:1 in den Bitcoin-Erwerb – faktisch tauscht das Unternehmen also Eigenkapital gegen zusätzliche Bitcoin-Exponierung.

Für bestehende Aktionäre bedeutet das: Der Bitcoin-Anteil je Aktie („BTC Yield“ in der unternehmenseigenen Terminologie) steigt, gleichzeitig verwässert der Anteil jedes einzelnen Investoren am Unternehmen durch die Ausgabe neuer Aktien.

Die Börse reagierte zurückhaltend. Die Aktie beendete das Jahr 2025 nahe am 52‑Wochen‑Tief und liegt mit rund 48 % Verlust auf Jahressicht klar im Minus. Aktuell notiert das Papier bei 151,92 US‑Dollar und damit deutlich unter wichtigen Durchschnittslinien – der Abstand zur 200‑Tage-Linie beträgt rund 45 %. Der hohe RSI von über 80 signalisiert zudem ein technisch überkauftes Umfeld trotz des deutlichen Rückgangs in den vergangenen zwölf Monaten.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Strategy?

Bewertungsprämie schmilzt ab

Der zentrale Konflikt: Strategy versteht sich weiter als „Bitcoin Development Company“, der Markt preist diese Rolle aber deutlich vorsichtiger ein als früher. Lange Zeit zahlten Anleger einen Aufschlag gegenüber dem reinen Nettovermögenswert (NAV) der Bitcoin-Bestände, weil das Unternehmen über Kapitalmarktzugänge zusätzliche Krypto-Exponierung aufbauen konnte.

Im Jahr 2025 hat sich dieses Bild jedoch spürbar verändert. Die Aktie hat sich von der Entwicklung des Bitcoin-Preises teilweise entkoppelt, die frühere Aufschlagsbewertung schrumpft. Die anhaltende Verwässerung durch ATM-Aktienprogramme scheint die Geduld mancher Investoren zu belasten, zumal der Kurs zuletzt nur knapp über dem Jahrestief verharrte.

Anders formuliert: Strategy liefert konsequent mehr Bitcoin pro Aktie, aber die Börse ist nicht länger bereit, dafür denselben Aufpreis wie in der Vergangenheit zu zahlen.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz des schwachen Kursverlaufs fällt das Stimmungsbild an der Wall Street deutlich positiver aus. Laut aktuellen Konsensdaten entfallen auf die Aktie 27 Kaufempfehlungen, 13 Halteempfehlungen und lediglich eine Verkaufsempfehlung.

Beim durchschnittlichen Kursziel liegt die Messlatte hoch: 467,75 US‑Dollar je Aktie implizieren aus heutiger Sicht ein potenzielles Aufwärtspotenzial von fast 200 %. In der Lesart vieler Analysten wirkt die Aktie damit fundamental günstig im Verhältnis zum Bitcoin-Bestand und zur bisherigen Strategie des aggressiven Aufbaus.

Gleichzeitig macht die große Lücke zwischen aktuellem Kurs und Kurszielen deutlich: Der Markt verlangt zunehmend handfeste Belege, dass das Modell „Bitcoin über Eigenkapitalhebel“ dauerhaft Mehrwert schafft und die Verwässerung sich für Altaktionäre auszahlt.

Blick nach vorn: Unterstützung im Fokus

Mit dem Start ins Börsenjahr 2026 rückt vor allem die Zone um 150 US‑Dollar in den Mittelpunkt. Dieses Niveau fungiert als zentrale Unterstützung, ein deutlicher Rutsch darunter könnte zusätzlichen technischen Verkaufsdruck auslösen. Umgekehrt bietet der enorme Bitcoin-Bestand Hebel nach oben: Steigende Kryptopreise könnten rasch für eine kräftige Gegenbewegung sorgen, gerade angesichts der hohen Volatilität der Aktie.

Der nächste konkrete Termin steht bereits fest: Ende Januar will Strategy im Rahmen der Zahlen zum vierten Quartal 2025 über den aktuellen Status der Bitcoin-Strategie informieren, inklusive neuer Zielgrößen für den „BTC Yield“ und Plänen zur weiteren Kapitalallokation. Dann dürfte sich zeigen, ob das Management die bislang überwiegend positive Analystensicht mit frischen Argumenten untermauern kann – oder ob der Markt seine skeptische Bewertung zunächst beibehält.

Strategy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Strategy-Analyse vom 01. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Strategy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Strategy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 01. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Strategy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...