Gold: Neue Horizonte!
Die globale Handelspolitik sorgt für neue Turbulenzen an den Rohstoffmärkten. Gold hat im Februar eine bemerkenswerte Kehrtwende vollzogen – nach einem scharfen Rücksetzer Anfang des Monats kletterte der Preis bis zum 27. Februar auf 5.226 US-Dollar je Unze. Das entspricht einem Plus von 2.369 US-Dollar gegenüber dem Vorjahr. J.P. Morgan nutzt die Entwicklung für eine deutliche Aufwertung: Die US-Bank erwartet nun, dass Gold bis Jahresende 6.300 US-Dollar erreichen könnte.
Zollchaos und Iran-Spannungen treiben Nachfrage
Die jüngste Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, einen 10-prozentigen Zoll auf globale Importe zu erheben, hat die Unsicherheit über Inflation und Wachstumsaussichten verschärft. Das Dilemma für die Märkte: Neue Importabgaben könnten gleichzeitig die Preise anheizen und das Wirtschaftswachstum bremsen – ein toxisches Umfeld, das die Nachfrage nach Absicherungen wie Gold erhöht.
Hinzu kommen geopolitische Risiken. US-iranische Nukleargespräche in Genf unterstreichen die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten. Ein leicht schwächerer US-Dollar macht Gold zudem für Käufer außerhalb der USA günstiger.
Dämpfend wirken allerdings die Zinserwartungen: Zwei Fed-Vertreter signalisierten, dass sie wenig Anlass für eine baldige Änderung der Geldpolitik sehen. Nicht verzinsliche Anlagen wie Gold stehen unter solchen Bedingungen tendenziell unter Druck. Zudem steht mit Kevin Warsh ein neuer Fed-Vorsitzenden-Kandidat in den Startlöchern, dessen möglicher Kurswechsel zusätzliche Unsicherheit bringt.
Zentralbanken als struktureller Treiber
J.P. Morgan begründet seine bullishe Einschätzung vor allem mit der anhaltend starken Nachfrage des offiziellen Sektors. Die Bank prognostiziert für 2026 Zentralbankkäufe von 800 Tonnen – ein Niveau, das deutlich über den Durchschnittswerten vor 2022 von 400 bis 500 Tonnen liegt. Selbst nach drei aufeinanderfolgenden Jahren mit mehr als 1.000 Tonnen Käufen sieht J.P. Morgan den Trend zur Reservediversifizierung als „anhaltend, nicht erschöpft".
Die globale Goldnachfrage stieg 2025 auf 5.002 Tonnen. Neben den Zentralbanken tragen robuste ETF-Zuflüsse von rund 250 Tonnen sowie eine starke Nachfrage nach Barren und Münzen von über 1.200 Tonnen jährlich zur Marktdynamik bei.
Kursziel mit Potenzial nach oben
J.P. Morgan Global Research hob am 25. Februar seine langfristige Preisprognose auf 4.500 US-Dollar je Unze an und bekräftigte das Jahresendziel 2026 von 6.300 US-Dollar. Darüber hinaus skizziert die Bank ein Aufwärtsszenario, in dem Gold zwischen 8.000 und 8.500 US-Dollar handeln könnte – falls private Haushalte ihre Allokationen deutlich erhöhen.
Das Edelmetall hatte am 29. Januar sein bisheriges Allzeithoch von 5.595 US-Dollar erreicht, bevor starke US-Beschäftigungsdaten eine Korrektur auf rund 4.401 US-Dollar auslösten. Der V-förmige Erholungsverlauf im Februar zeigt die anhaltende Attraktivität als Absicherung in unsicheren Zeiten. Für die kommenden Handelstage erwarten Analysten Unterstützung bei 5.052 US-Dollar und Widerstand bei 5.320 US-Dollar.
Gold: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 28. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








