Silber: Angst treibt Rally
Nach einem der volatilsten Monate der Geschichte meldet sich Silber eindrucksvoll zurück. Während die Nukleargespräche mit dem Iran stocken und Zoll-Sorgen die Märkte belasten, flüchten Anleger erneut in den sicheren Hafen. Doch diesmal kommt ein explosives Angebotsproblem in Mexiko hinzu, das die Preise zusätzlich befeuert.
Geopolitik und Zölle als Preistreiber
Zum Wochenschluss legte das Edelmetall eine bemerkenswerte Rally hin. Mit einem Tagesplus von 6,21 Prozent auf 94,39 US-Dollar machte der Kurs die Verluste des Vortages mehr als wett. Auslöser für die massive Kaufwelle war vor allem das ergebnislose Ende der US-Iran-Gespräche in Genf. Die fehlende Einigung schürt neue Unsicherheiten im Nahen Osten und lässt die Risikoprämien für Edelmetalle steigen.
Parallel dazu sorgt die US-Handelspolitik für Nervosität. Die Debatte um pauschale Zölle in Höhe von 15 Prozent weckt Befürchtungen vor einem anhaltenden Inflationsdruck. In diesem Umfeld wird Silber verstärkt als Absicherung gesucht, selbst wenn robuste US-Wirtschaftsdaten und ein starker Dollar normalerweise Gegenwind bedeuten würden.
Versorgungsengpass droht
Besondere Brisanz erhält die Situation durch die kritische Lage in Mexiko, dem weltweit größten Silberproduzenten. Nach dem Tod eines hochrangigen Kartellführers droht ein Machtvakuum, das zu einem Anstieg der Gewalt führt und den Minenbetrieb in Schlüsselregionen wie Zacatecas und Durango gefährden könnte.
Diese potenziellen Produktionsausfälle treffen auf einen Markt, der ohnehin unter Stress steht. Die registrierten COMEX-Bestände sind auf ein Jahrestief gefallen und liegen rund 57 Prozent unter ihrem Rekordhoch. Das Silver Institute meldet zudem das fünfte Jahr in Folge ein Angebotsdefizit, getrieben durch die hohe industrielle Nachfrage aus der Photovoltaik-Branche.
Blick auf die 100-Dollar-Marke
Der Markt bleibt extrem sensibel für Nachrichten zur globalen Sicherheit und zur Geldpolitik. In der kommenden Woche werden neue US-Arbeitsmarktdaten erwartet, die entscheidende Hinweise für den Kurs der Federal Reserve im März liefern dürften. Angesichts der strukturellen Knappheit und der geopolitischen Gemengelage halten Analysten der Bank of America einen erneuten Anstieg über die psychologisch wichtige Marke von 100 US-Dollar für ein realistisches Szenario.
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