Der jüngste Kursrutsch des Bitcoins unter die wichtige Marke von 72.000 US-Dollar hinterlässt tiefe Spuren bei Strategy. Obwohl das Unternehmen erst vergangene Woche massiv in die Kryptowährung investierte, rutscht der Gesamtbestand nun in die Verlustzone. Das setzt nicht nur den Aktienkurs unter Druck, sondern stellt das gesamte Finanzierungsmodell der Krypto-Schatzkammer auf eine harte Probe.

Unter den durchschnittlichen Kaufpreis gerutscht

Zwischen dem 9. und 15. März sicherte sich Strategy noch über 22.000 weitere Bitcoins für knapp 1,6 Milliarden US-Dollar. Damit wuchs der Bestand auf gewaltige 761.068 Coins an. Das Problem: Der durchschnittliche Kaufpreis aller gehaltenen Bestände liegt bei rund 75.696 US-Dollar. Da der Bitcoin aktuell darunter notiert, verzeichnet die Unternehmensbilanz temporäre Buchverluste. Dies löste bei institutionellen Anlegern umgehend automatisierte Verkäufe und Risikominimierungen aus. Aktuell notiert das Papier bei 120,70 Euro und hat seit Jahresbeginn bereits gut 10 Prozent an Wert verloren.

Die Finanzierungsmaschine stottert

Bisher profitierte Strategy von einem enormen Aufschlag des Aktienkurses gegenüber dem Nettoinventarwert (NAV) der gehaltenen Bitcoins. Dieser Aufschlag schrumpfte nun innerhalb eines Tages von einem Faktor von 2,1 auf 1,4 zusammen. Ein niedriger NAV-Multiplikator erschwert es dem Unternehmen erheblich, frisches Kapital effizient über die Ausgabe neuer Aktien einzusammeln.

Zusätzlich bereitet die jüngste Finanzierungsrunde Kopfzerbrechen. Der Rekordkauf wurde primär über Vorzugsaktien (STRC) im Wert von 1,18 Milliarden US-Dollar gestemmt. Diese Papiere handeln mittlerweile den dritten Tag in Folge unter ihrem Nennwert von 100 US-Dollar. Um den Kurs zu stützen, könnte das Management gezwungen sein, die ohnehin schon hohe jährliche Dividendenlast von über einer Milliarde US-Dollar weiter anzuheben.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Strategy?

Leerverkäufer und Bilanz-Effekte

Diese strukturellen Schwächen rufen zunehmend Leerverkäufer auf den Plan. Rund 14 Prozent der Marktkapitalisierung sind derzeit leerverkauft. Viele Akteure spekulieren dabei nicht zwingend auf einen Bitcoin-Absturz, sondern nutzen Arbitrage-Strategien, um von der schrumpfenden Differenz zwischen dem Aktienkurs und dem tatsächlichen Bitcoin-Wert zu profitieren.

Zusätzliche Verwirrung stifteten die Zahlen für das vierte Quartal 2025. Ein ausgewiesener operativer Verlust von 17,4 Milliarden US-Dollar sieht auf den ersten Blick verheerend aus. Er resultiert allerdings ausschließlich aus neuen Bilanzierungsregeln (FASB), die vorschreiben, dass Schwankungen des Bitcoin-Kurses direkt in die Gewinn- und Verlustrechnung einfließen. Bereinigt um diese buchhalterischen Effekte fielen Umsatz und Gewinn je Aktie sogar leicht besser aus als von Analysten erwartet.

Die weitere Entwicklung der Aktie hängt nun maßgeblich von zwei Faktoren ab. Einerseits muss der Bitcoin seine jüngsten Verluste zügig aufholen, um die Bilanz zu entlasten. Andererseits erfordert die wachsende Zinslast der Vorzugsaktien eine Stabilisierung des NAV-Aufschlags, da das Unternehmen sonst seine aggressive Kaufstrategie spürbar drosseln muss.

Anzeige

Strategy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Strategy-Analyse vom 20. März liefert die Antwort:

Die neusten Strategy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Strategy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Strategy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...