Lynas Rare Earths hat einen weiteren Meilenstein in seiner malaysischen Verarbeitungsanlage erreicht – und das früher als geplant. Mit der Erstproduktion von Samariumoxid wächst das Produktportfolio an getrennten Seltenen-Erden-Oxiden auf drei Elemente. Was das bedeutet, geht über eine bloße Produktionsmeldung hinaus.

Samarium früher als erwartet

Die Anlage im ostmalaysischen Gebeng produziert nun Samariumoxid – ursprünglich war April 2026 als Zieldatum geplant. Samarium wird vor allem in Samarium-Kobalt-Magneten eingesetzt, die auch unter extremen Temperaturen und in anspruchsvollen Umgebungen ihre magnetische Stärke behalten. Anwendungsfelder reichen von Präzisionswaffen über Medizintechnik bis hin zu Elektrofahrzeugen.

Lynas ist damit der einzige kommerzielle Produzent außerhalb Chinas, der gleich drei getrennte schwere Seltene-Erden-Oxide – Dysprosium, Terbium und nun Samarium – herstellt. Seit Peking 2025 Exportbeschränkungen für Seltene Erden verhängte, ist genau diese Trennkompetenz zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil geworden. China kontrolliert nach wie vor 85 bis 90 Prozent der globalen Trenn- und Raffineriekapazitäten.

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Abnahmegarantien von Japan und USA

Die Produktionserweiterung ist in ein wachsendes Netz staatlich gestützter Lieferverträge eingebettet. Japan Australia Rare Earths (JARE) hat seinen Vertrag mit Lynas aktualisiert: Künftig nimmt Japan 75 Prozent der mittleren und schweren Seltenen Erden ab – inklusive Samarium ab dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026. Zudem sichert ein Preisboden von 110 US-Dollar pro Kilogramm für Neodym-Praseodym die Erlöse ab.

Das US-Verteidigungsministerium zog nach: Es strukturierte seinen Abnahmevertrag ebenfalls um, legte denselben Preisboden für NdPr fest und stellte 96 Millionen US-Dollar für den Kauf leichter und schwerer Seltener Erden über die nächsten vier Jahre bereit.

Erweiterungsfahrplan bis 2030

Die Produktpalette soll in den nächsten zwei Jahren weiter wachsen. Geplant sind Gadolinium (MRT-Kontrastmittel), Yttrium (Displays, Laser, Hochtemperaturlegierungen) und Lutetium (Krebstherapien, Medizinbildgebung). Zusätzlich prüft Lynas die Produktion von Europium, Holmium, Ytterbium und Erbium – abhängig von der Marktentwicklung und kommerziell tragfähigen Abnahmevereinbarungen.

Finanziell steht das Unternehmen dabei auf solidem Fundament: Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die Umsätze auf 413,7 Millionen australische Dollar, der Nettogewinn auf 80,2 Millionen. Mit rund einer Milliarde australischer Dollar in der Kasse und lediglich 135 Millionen australischer Dollar Schulden verfügt Lynas über erheblichen Spielraum für weitere Investitionen. Die Aktie hat diese Entwicklung bereits eingepreist – sie legte in den vergangenen zwölf Monaten um rund 181 Prozent zu.

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