Strategy Aktie: Unerwünschte Realität?
Strategy treibt seine Bitcoin-Strategie unbeirrt voran – doch der Kursrutsch am Kryptomarkt am Wochenende hat gezeigt, wie schnell aus Buchgewinnen Buchverluste werden können. Besonders heikel: Der jüngste Zukauf kam kurz vor dem Einbruch. Wie robust ist das Modell, wenn Bitcoin plötzlich unter den Einstand rutscht?
Unglückliches Timing beim Zukauf
Laut einer am Montag veröffentlichten Meldung kaufte Strategy zuletzt 855 Bitcoin für rund 75,3 Mio. US-Dollar. Der Durchschnittspreis lag bei 87.974 US-Dollar je Coin. Finanziert wurde der Kauf vollständig über den Verkauf von Stammaktien.
Kurz darauf folgte der Dämpfer: Bitcoin fiel am Sonntag in der frühen Asien-Sitzung unter 75.000 US-Dollar und markierte zeitweise etwa 74.500 US-Dollar – ein Niveau, das zuletzt im Frühjahr 2025 erreicht wurde. Damit stand plötzlich nicht mehr die Wachstumsfantasie im Vordergrund, sondern die Frage, wie empfindlich die Bilanz bei schnellen Rücksetzern reagiert.
Bestände nahe am Break-even
Per 1. Februar hält Strategy insgesamt 713.502 Bitcoin. Der Gesamtaufwand für diese Position liegt bei rund 54,26 Mrd. US-Dollar, der durchschnittliche Einstandspreis bei 76.052 US-Dollar je Bitcoin.
Als Bitcoin am Wochenende auf das Tief fiel, weiteten sich die unrealisierten Verluste zwischenzeitlich auf fast 1 Mrd. US-Dollar aus. Mit der anschließenden Erholung in den Bereich der mittleren 77.000er schrumpfte diese Lücke wieder deutlich – das Bitcoin-Treasury lag damit in der Größenordnung nahe am Break-even.
Die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick:
- Bitcoin-Bestand: 713.502 BTC
- Durchschnittlicher Einstand: 76.052 US-Dollar je BTC
- Letzter Kauf: 855 BTC für 75,3 Mio. US-Dollar
- Finanzierung: Verkauf von Stammaktien
Kapitalbedarf steigt – Dividende als Lockmittel
Parallel arbeitet Strategy sichtbar daran, zusätzliches Kapital anzuziehen. Das Unternehmen erhöhte die Dividende seiner „Variable Rate Series A Perpetual Stretch Preferred Stock“ (STRC) um 25 Basispunkte auf 11,25%. Die Anpassung gilt für monatliche Perioden ab dem 1. Februar 2026 und ist bereits die sechste Erhöhung seit dem Handelsstart im Juli 2025.
Für die Dividendenverpflichtungen aus den unbefristeten Vorzugsaktien hat Strategy laut eigener Übersicht 2,25 Mrd. US-Dollar an Reserven aufgebaut. Die jährlichen Dividendenzahlungen aus diesen Konstruktionen summieren sich demnach auf rund 887 Mio. US-Dollar. Zudem verkaufte Strategy im Zeitraum vom 26. Januar bis 1. Februar 673.527 Class-A-Aktien und nahm netto 106,1 Mio. US-Dollar ein.
Am Aktienmarkt spiegelt sich diese Gemengelage aus hoher Bitcoin-Abhängigkeit und laufender Kapitalaufnahme deutlich wider: Der Titel ist zuletzt stark gefallen. Aus den bereitgestellten Kursdaten geht hervor, dass die Aktie am Montag bei 119,60 Euro schloss und damit nur knapp über dem 52‑Wochen‑Tief von 118,90 Euro liegt.
Der Blick richtet sich nun auf zwei Faktoren: ob sich Bitcoin oberhalb des durchschnittlichen Einstandsniveaus stabilisieren kann – und ob Strategy die Finanzierung seiner Strategie (inklusive der gestiegenen Vorzugsdividende) weiter zu tragfähigen Konditionen am Markt platzieren kann.
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