Nach einem kräftigen Kurssprung Ende Januar korrigierte die IBM-Aktie am gestrigen Dienstag deutlich. Rund 8,9 Prozent verlor der Titel an einem einzigen Handelstag und schloss bei 286,59 US-Dollar. Die Gewinnmitnahmen kamen nach einer Rally, die durch starke Quartalszahlen ausgelöst worden war. Doch was steckt dahinter – und wie solide steht das Unternehmen da?

Starke Zahlen als Ausgangspunkt

Die jüngste Aufwärtsbewegung begann am 29. Januar, als IBM seine Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 vorlegte. Mit einem Umsatz von 19,69 Milliarden US-Dollar übertraf der Konzern das Vorjahresquartal um 12,2 Prozent. Noch deutlicher fiel das Gewinnwachstum aus: Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 4,52 US-Dollar und damit über den Analystenschätzungen von rund 4,33 US-Dollar.

Verantwortlich für das Plus waren vor allem die Software-Sparte und das Geschäft mit Hybrid-Cloud-Lösungen. Zudem verzeichnete die Mainframe-Einheit die beste Umsatzentwicklung seit über 20 Jahren, getragen durch die z17-Systeme. Die Aktie reagierte prompt: Am Tag der Veröffentlichung legte sie über sieben Prozent zu.

Profit-Taking trifft auf Marktumfeld

Der gestrige Rücksetzer erfolgte in einem schwächeren Marktumfeld für Technologiewerte. Auch andere große Player aus dem Sektor mussten Verluste hinnehmen. Die Gewinnmitnahmen waren nach dem starken Anstieg nicht ungewöhnlich – Anleger nutzten das erhöhte Niveau, um Positionen glattzustellen.

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Trotz der Korrektur liegt die Aktie auf Jahressicht deutlich im Plus. Die Volatilität bleibt hoch, die kurzfristige Stimmung ist nach der Rally nun vorsichtiger.

Insider und Führungswechsel

Interessant: Kurz vor dem jüngsten Kursrückgang kaufte Aufsichtsrat David N. Farr am 30. Januar 1.000 Aktien zu je 304 US-Dollar. Ein Signal des Vertrauens – allerdings zu einem Preis, der nun wieder einige Prozent entfernt liegt.

Zudem bereitet sich IBM auf personelle Veränderungen im Board vor. Ab dem 1. März wird Ramon Laguarta, CEO von PepsiCo, dem Aufsichtsrat beitreten. Operativ arbeitet der Konzern derweil an einer engeren Verzahnung von Red Hat Middleware mit den Java-Einheiten, um AI-Initiativen und Enterprise-Anwendungen besser zu verknüpfen.

Ausblick

Die fundamentalen Daten aus dem vierten Quartal geben IBM Rückenwind, doch die kurzfristige Kursentwicklung bleibt anfällig für Marktschwankungen und Gewinnmitnahmen. Die Quartalsausschüttung liegt bei 1,68 US-Dollar je Aktie. Entscheidend wird sein, ob der Konzern die Wachstumsdynamik in den kommenden Quartalen halten kann – insbesondere im KI-Geschäft und bei Cloud-Lösungen.

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