Strategy Aktie: Riskantes Dividenden-Spiel
Um den unstillbaren Hunger nach Bitcoin zu stillen, vollzieht Strategy einen fundamentalen Kurswechsel bei der Finanzierung. Anstatt wie bisher massiv neue Stammaktien auf den Markt zu werfen, greift das Unternehmen nun primär auf Vorzugsaktien zurück. Dieser Schritt stoppt zwar die Verwässerung für bestehende Aktionäre, bürdet dem Konzern aber gleichzeitig gigantische Dividendenverpflichtungen auf.
Der neue Finanzierungsmotor
In der vergangenen Woche nutzte das Unternehmen erstmals seine endlosen Vorzugsaktien (STRC) als Hauptinstrument für den Bitcoin-Kauf. Rund 1,18 Milliarden US-Dollar flossen über diesen Kanal in die Kassen, während der Verkauf regulärer Stammaktien auf 396 Millionen US-Dollar einbrach. Noch eine Woche zuvor war das Verhältnis genau umgekehrt. Mit dem frischen Kapital erwarb Strategy 22.337 weitere Bitcoin – die fünftgrößte Einzeltransaktion in der Firmengeschichte.
Die Vorzugsaktien zielen darauf ab, durch eine variable Dividende einen konstanten Kurs von 100 US-Dollar zu halten. Aktuell lockt das Papier mit einer Rendite von 11,5 Prozent. Durch das massive Emissionsvolumen von mittlerweile über 10 Milliarden US-Dollar katapultiert diese Struktur die jährlichen Dividendenverpflichtungen des Unternehmens auf über eine Milliarde US-Dollar.
Risse im Fundament
Analysten warnen hier vor einer strukturellen Schwachstelle. Sollte der Bitcoin-Preis über längere Zeit schwächeln, könnte Strategy die Ausschüttungen kürzen und auflaufen lassen, ohne formal in den Zahlungsausfall zu rutschen. Das Risiko verlagert sich damit direkt auf die Investoren. Erste Warnsignale zeigen sich bereits am Markt: Nach dem jüngsten Ex-Dividenden-Tag notierte die Vorzugsaktie drei Tage in Folge unter ihrem Zielwert von 100 US-Dollar. Um den Kurs zu stützen, könnte das Management gezwungen sein, die Dividende um weitere 25 Basispunkte anzuheben.
Für reguläre Aktionäre hat der Strategiewechsel dennoch einen klaren Vorteil. Da der Aktienkurs in den vergangenen Monaten stark unter Druck geraten ist – aktuell notiert das Papier bei 115,40 Euro und damit gut 70 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch –, vermeidet das Management durch den Fokus auf Vorzugsaktien eine weitere Verwässerung der Stammaktien.
Weniger Verwässerung, mehr Bitcoin
Gründer Michael Saylor signalisierte derweil über soziale Medien, dass die Einkaufstour weitergeht. Mit einem Bestand von mittlerweile 761.068 Bitcoin zu einem Durchschnittspreis von 75.696 US-Dollar sitzt Strategy angesichts eines Bitcoin-Kurses von rund 70.000 US-Dollar derzeit auf Buchverlusten.
Das breitere Marktumfeld liefert allerdings Rückenwind für weitere Zukäufe, da Bitcoin-Spot-ETFs in diesem Monat nach längerer Durststrecke wieder Zuflüsse von über 1,4 Milliarden US-Dollar verzeichnen. Die nächste offizielle Pflichtmitteilung am kommenden Montag wird zeigen, ob das Unternehmen das frische Kapital aus den Vorzugsaktien bereits für die nächste Akquisitionsrunde genutzt hat und ob die STRC-Aktie dem wachsenden Finanzierungsdruck standhält.
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