Strategy hat seine Finanzierungsstrategie für Bitcoin-Käufe grundlegend umgebaut. Erstmals übersteigen die jährlichen Dividendenverpflichtungen aus Vorzugsaktien die Marke von einer Milliarde Dollar — und das Modell gerät zunehmend unter Beobachtung.

Vorzugsaktien als neue Finanzierungsmaschine

In der Woche vom 9. bis 15. März markierte Strategy einen Wendepunkt: Über die STRC-Vorzugsaktien flossen 1,18 Milliarden Dollar in die Kasse — mehr als dreimal so viel wie die 396 Millionen Dollar, die über Stammaktien eingesammelt wurden. Zum ersten Mal war Vorzugskapital die primäre Finanzierungsquelle für Bitcoin-Käufe.

CEO Phong Le hat diese Verschiebung als bewusste Strategie beschrieben. Die Ausgabe von Stammaktien wird zurückgefahren, während das Vorzugsaktien-Programm ausgebaut wird. Das Ergebnis: ein abgestuftes System aus vier Instrumenten — STRK mit 8 % Festdividende, STRF und STRD mit je 10 % sowie das Flaggschiff STRC mit variablem Satz von derzeit 11,5 % jährlich.

Mit dem in dieser Woche getätigten Kauf von 22.337 Bitcoin zu durchschnittlich 70.194 Dollar je Coin vollzog Strategy seinen größten Einzelkauf des Jahres 2026 — laut eigener Aussage die fünftgrößte Akquisition der Unternehmensgeschichte.

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Druck auf das Finanzierungsmodell

Das Fundament zeigt erste Risse. STRC, das wichtigste Vorzugsinstrument, handelte zuletzt drei Tage in Folge unter seinem Nennwert von 100 Dollar. Liegt der volumengewichtete Monatsdurchschnittspreis dauerhaft unter pari, könnte das Unternehmen den Dividendensatz um weitere 25 Basispunkte anheben, um den Kurs zu stützen.

Kritiker verweisen auf das strukturelle Problem: Steigt der Bitcoin-Preis nicht weiter, erzeugen die hohen Dividendenzahlungen ein negatives Carry — die laufenden Kosten übersteigen die Erträge. Strategy verfügt aktuell über eine Liquiditätsreserve von 2,25 Milliarden Dollar, die als Puffer dient. Gleichzeitig lasten auf dem Unternehmen rund 1,7 Milliarden Dollar unrealisierte Verluste, da die Gesamtanschaffungskosten für die 761.068 gehaltenen Bitcoin den aktuellen Marktwert übersteigen.

Das Ziel: Eine Million Bitcoin bis Ende 2026

Strategy hält an seinem Ziel fest, bis Ende 2026 eine Million Bitcoin zu halten. Um das zu erreichen, müsste das Unternehmen für den Rest des Jahres rund 5.700 Bitcoin pro Woche kaufen — bei gleichzeitig wachsenden Dividendenverpflichtungen und einem MSTR-Aktienkurs, der seit seinen Hochs vor sechs Monaten um mehr als 50 Prozent gefallen ist.

Ob das Vorzugsaktien-Modell dieses Tempo tragen kann, hängt maßgeblich davon ab, ob der Bitcoin-Preis die Finanzierungskosten rechtfertigt. Die nächsten Wochen werden zeigen, wie belastbar das Konstrukt tatsächlich ist.

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