Bei der Bewertung der Strategy-Papiere scheiden sich aktuell die Geister. Während die Wall Street das Unternehmen für seine aggressive Bitcoin-Strategie und ein neues 42-Milliarden-Dollar-Kapitalprogramm feiert, positionieren sich Privatanleger zunehmend auf der Short-Seite. Diese Diskrepanz wirft ein Schlaglicht auf die wachsenden finanziellen Verpflichtungen des Krypto-Investors.

Verwässerung oder Zinslast

Die jüngsten Transaktionen zeigen die Herausforderungen bei der Finanzierung weiterer Zukäufe. Vergangene Woche erwarb das Unternehmen 1.031 Bitcoin für 76,6 Millionen US-Dollar. Im Gegensatz zu früheren Käufen wurde diese Tranche vollständig durch den Verkauf von Stammaktien finanziert, was die Anteile bestehender Aktionäre verwässert.

Parallel dazu legte das Management ein neues Kapitalbeschaffungsprogramm über 42 Milliarden US-Dollar auf. Dieses teilt sich hälftig in Stamm- und Vorzugsaktien auf. Die Wahl der Mittel hat direkte Folgen für Anleger: Während neue Stammaktien zu Verwässerung führen, belasten die Vorzugsaktien die Bilanz mit einer festen Verzinsung von rund 11,5 Prozent.

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Trotz der massiven Kapitalausweitung bleibt die Analystengemeinde ausnahmslos optimistisch. Das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel liegt bei beachtlichen 374,07 US-Dollar. Texas Capital Securities nahm die Beobachtung kürzlich mit einer Kaufempfehlung auf. Die Experten verweisen auf eine solide Bilanz mit 2,25 Milliarden US-Dollar an Barreserven, die Zins- und Dividendenzahlungen für fast zwei Jahre abdecken. Ein völlig anderes Bild zeichnet sich bei den Privatanlegern ab. In einschlägigen Foren dominieren pessimistische Stimmen, und Optionshändler diskutieren bereits aktiv über Put-Optionen für das Jahr 2026.

Rote Zahlen im Krypto-Portfolio

Diese Skepsis der Privatanleger lässt sich fundamental begründen. Mit einem aktuellen Kurs von 118,60 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Minus von gut 11 Prozent. Ein Hauptgrund für den Druck ist die Unterwasser-Position im Kernasset: Der durchschnittliche Kaufpreis der mittlerweile 762.099 gehaltenen Bitcoin liegt bei 75.694 US-Dollar. Da die Kryptowährung derzeit nur knapp über der Marke von 70.000 US-Dollar notiert, sitzt Strategy auf massiven Buchverlusten.

Gleichzeitig steigen die laufenden Kosten. Die jährlichen Dividendenlasten für die ausgegebenen Vorzugsaktien summieren sich mittlerweile auf über eine Milliarde US-Dollar, da das Volumen dieser Papiere die 10-Milliarden-Dollar-Marke überschritten hat.

Konkrete Antworten zur operativen Entwicklung und der Tragfähigkeit dieses Modells liefert der nächste Quartalsbericht am 4. Mai 2026. Investoren werden dabei besonders auf die sogenannte "BTC Yield" achten, die sich nach den Verfehlungen im Vorjahr wieder der anvisierten Zielmarke von 30 Prozent annähern muss.

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