Strategy Aktie: Milliardenverluste – weiter kaufen
Strategy Inc., der weltweit größte Bitcoin-Investor unter den börsennotierten Unternehmen, lässt sich von milliardenschweren Verlusten nicht beirren. Anfang Februar kaufte das Unternehmen weitere 1.142 Bitcoin für rund 90 Millionen Dollar – obwohl die bestehenden Bestände im Minus notieren. Gleichzeitig meldete Strategy für das vierte Quartal 2025 einen Nettoverlust von 12,4 Milliarden Dollar. Was steckt hinter der Strategie?
Neukauf trotz Marktverwerfungen
Laut einer SEC-Meldung vom 9. Februar erwarb Strategy zwischen dem 2. und 8. Februar 1.142 Bitcoin zu einem Durchschnittspreis von 78.815 Dollar pro Coin. Finanziert wurde der Kauf durch den Verkauf von 616.715 eigenen Aktien, die netto 89,5 Millionen Dollar einbrachten.
Der Gesamtbestand liegt nun bei 714.644 BTC – akkumuliert für insgesamt 54,35 Milliarden Dollar bei einem durchschnittlichen Einstiegskurs von 76.056 Dollar. Bei einem aktuellen Bitcoin-Preis nahe 69.000 Dollar ergibt sich ein unrealisierter Verlust von über 4 Milliarden Dollar.
Der Zeitpunkt der Käufe wirft Fragen auf: Der Durchschnittspreis von 78.815 Dollar deutet darauf hin, dass Strategy früh in der Woche zugeschlagen hat – noch bevor Bitcoin am 5. Februar kurzzeitig auf 60.000 Dollar abstürzte.
Quartalszahlen: 12,4 Milliarden Dollar Verlust
Parallel veröffentlichte Strategy am 5. Februar die Q4-Zahlen. Der operative Verlust belief sich auf 17,4 Milliarden Dollar, hauptsächlich getrieben durch buchhalterische Abschreibungen auf die Bitcoin-Bestände nach Fair-Value-Regeln.
Das Kerngeschäft zeigt sich dagegen stabil: Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 1,9 Prozent auf 123 Millionen Dollar, das Abonnement-Geschäft legte um mehr als 62 Prozent zu. Die Bruttomarge blieb nahe 66 Prozent.
2025 sammelte Strategy 25,3 Milliarden Dollar Kapital ein – mehr als jedes andere US-Unternehmen. Allein im vierten Quartal flossen 5,6 Milliarden Dollar, zwischen Jahresbeginn und Anfang Februar weitere 3,9 Milliarden.
Zwangsverkauf erst bei 8.000 Dollar
Auf die Frage nach möglichen Zwangsverkäufen gab CEO Phong Le im Earnings Call eine bemerkenswerte Antwort: Bitcoin müsste auf 8.000 Dollar fallen und dort fünf bis sechs Jahre verharren, bevor Strategy ernsthafte Schwierigkeiten bei der Bedienung der Wandelanleihen hätte. Die erste größere Fälligkeit steht erst im September 2028 an.
Das Unternehmen hält zudem 2,25 Milliarden Dollar in bar – genug, um Dividenden auf Vorzugsaktien und Zinsen für rund 2,5 Jahre zu decken. Executive Chairman Michael Saylor kündigte den jüngsten Kauf per Social Media mit seinem üblichen Satz an: „Orange Dots Matter".
Volatilität bleibt hoch
Die Aktie reagierte nach den Q4-Zahlen am 6. Februar mit einem Plus von rund 26 Prozent, als Bitcoin über 70.000 Dollar kletterte. Vom Höchststand im Juli 2025 bei 457,22 Dollar ist der Titel dennoch weit entfernt.
Die nächsten Monate werden zeigen, ob Strategys Überzeugung vom langfristigen Bitcoin-Erfolg aufgeht – oder ob die unrealisierten Verluste weiter wachsen. Bis 2028 hat das Unternehmen finanziellen Spielraum. Die Abhängigkeit vom Bitcoin-Kurs bleibt jedoch fundamental.
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