Wer Strategy kauft, kauft damit vor allem eins: Bitcoin – nur in einer deutlich schwankungsfreudigeren Verpackung. Genau das zeigte sich vergangene Woche, als Quartalszahlen und ein rutschender Bitcoin-Kurs die Aktie erst nach unten zogen und dann wieder nach oben katapultierten. Der Auslöser war dabei weniger das operative Geschäft, sondern ein Bilanz-Effekt.

Milliardenverlust – vor allem ein Bewertungsproblem

Am 5. Februar veröffentlichte Strategy die Zahlen für das vierte Quartal 2025 – und meldete einen Nettoverlust von 12,6 Milliarden US-Dollar. Laut Unternehmen ist der Haupttreiber ein massiver, nicht realisierter Wertverlust der Bitcoin-Bestände, der durch neue Fair-Value-Bilanzierungsregeln in der GuV sichtbar wird. Das drückt den Quartalsgewinn also stark, obwohl die Bitcoins nicht verkauft wurden.

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Eckdaten aus dem Bericht:

  • Beteiligung: 713.502 Bitcoin (Stand: 1. Februar 2026)
  • Gesamte Anschaffungskosten: 54,26 Mrd. US-Dollar
  • Durchschnittspreis je Bitcoin: 76.052 US-Dollar
  • Operativer Verlust Q4: ca. 17,4 Mrd. US-Dollar
  • Kapitalaufnahme GJ 2025: über 25 Mrd. US-Dollar

Kapitalaufnahme auf Rekordtempo

Trotz der Turbulenzen blieb Strategy bei seiner Linie. Im Geschäftsjahr 2025 nahm das Unternehmen laut Earnings-Release mehr als 25 Milliarden US-Dollar Kapital auf – zum zweiten Mal in Folge der größte Aktienemittent unter den börsennotierten US-Unternehmen.

Allein im vierten Quartal flossen brutto rund 5,6 Milliarden US-Dollar über verschiedene Eigenkapitalprogramme zu. Und im Januar 2026 kamen noch einmal 41.002 Bitcoin dazu. Heißt unterm Strich: Selbst bei fallenden Kursen setzt das Management weiter auf Akkumulation.

Warum die Aktie so heftig schwankt

Die Kursreaktionen passten ins Bild: Am Tag der Zahlen ging es zunächst deutlich nach unten, einen Tag später folgte eine starke Gegenbewegung – parallel zur schnellen Erholung beim Bitcoin. Marktbeobachter beschreiben die Aktie daher als eine Art „verstärkten Bitcoin-Abdruck“: Bewegt sich Bitcoin, bewegt sich die Aktie oft überproportional.

Auch im aktuellen Kursbild zeigt sich der Druck der letzten Wochen: In den vergangenen 30 Tagen liegt die Aktie rund 30% im Minus (aktueller Kurs: 110,00 €).

Management kontert Bilanzsorgen

In der Telefonkonferenz ging das Management direkt auf die Nervosität rund um die Kapitalstruktur ein. CEO Phong Le sagte, Bitcoin müsse auf etwa 8.000 US-Dollar fallen und dort fünf bis sechs Jahre bleiben, bevor Strategy Probleme bekommen würde, seine Wandelanleihen zu bedienen.

Zusätzlich verwies das Unternehmen auf eine USD-Reserve von 2,25 Milliarden, die nach eigener Aussage mehr als 2,5 Jahre ausreiche, um Dividendenverpflichtungen aus Preferred-Stock-Instrumenten zu decken. Executive Chairman Michael Saylor kündigte zudem ein „Bitcoin Security Program“ an, das die Vorbereitung auf Risiken rund um Quantencomputing zusammen mit der Cyber- und Krypto-Sicherheits-Community koordinieren soll.

Unterm Strich bleibt damit der Kernpunkt: Solange Bitcoin die Richtung vorgibt, wird Strategy an der Börse wohl weiter als hochvolatiler Stellvertreter dieses Trends gehandelt – mit allen Ausschlägen nach oben und unten, die dazu gehören.

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