Der Rüstungselektronik-Spezialist rüstet sich für die Zukunft. Ungeachtet der jüngsten Kurskorrektur vertieft Hensoldt seine Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München (TUM) massiv. Ziel ist nichts Geringeres als die technologische Souveränität in Europa – ein Schritt, der langfristig die Wettbewerbsfähigkeit über reine Hardware-Lieferungen hinaus sichern soll.

Die wichtigsten Fakten:

  • Partnerschaft: Beitritt zur "TUM Security and Defense Alliance" am 9. Februar 2026.
  • Fokus: Innovationen im Bereich "Software-Defined Defence" und Förderung von Start-ups.
  • Auftragslage: Jüngste Großaufträge (Schakal, Leopard 2, Sky Shield) summieren sich auf über 500 Millionen Euro.
  • Marktlage: Aktie notiert bei 78,60 Euro, rund 32 % unter dem 52-Wochen-Hoch.

Zugriff auf Spitzenforschung

Die am Montag in München besiegelte Absichtserklärung geht über reine Symbolpolitik hinaus. Als Industriepartner der neu gegründeten Allianz sichert sich Hensoldt direkten Zugang zu Forschungsergebnissen und Talenten der Exzellenzuniversität.

Bereits seit 2025 kooperiert der Konzern mit dem "TUM Venture Lab Aerospace/Defense". Die Erweiterung dieser Zusammenarbeit zielt darauf ab, einen europäischen Hub für Sicherheits- und Verteidigungstechnologie zu etablieren. Für Hensoldt steht dabei der Zugriff auf Innovationen im Bereich Software-Defined Defence im Vordergrund. In einer Branche, die sich zunehmend von Stahl auf Software verlagert, ist die frühzeitige Identifikation und Integration von Start-up-Technologien ein entscheidender Wettbewerbsfaktor.

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Christian Schmidt, Chief Strategy Officer bei Hensoldt, unterstrich die Bedeutung der Allianz für künftige Investments. Das Unternehmen definiert hierbei konkrete Anwendungsfälle, um akademische Forschung schneller in marktfähige Verteidigungsprodukte zu überführen.

Operative Stärke trifft auf Kurskorrektur

Während die strategischen Weichen auf Zukunft gestellt werden, liefert das operative Geschäft solide Zahlen. Allein seit Jahresbeginn meldete Hensoldt signifikante Auftragseingänge:
* 290 Millionen Euro für digitale Panzeroptronik im Fahrzeug "Schakal".
* 110 Millionen Euro für die Ausrüstung des Kampfpanzers Leopard 2 A8.
* Über 100 Millionen Euro für TRML-4D-Radare im Rahmen der European Sky Shield Initiative.

Diese fundamentale Stärke steht im Kontrast zur jüngsten Entwicklung des Aktienkurses. Das Papier verlor in den letzten 30 Tagen rund 14,5 % an Wert und notiert mit aktuell 78,60 Euro deutlich unter dem Rekordhoch vom Oktober 2025 (115,10 Euro). Investoren nutzen die aktuelle Phase offenbar, um Gewinne der letzten zwölf Monate (+116 %) zu realisieren, obwohl die Auftragsbücher voll sind.

Fazit

Hensoldt begegnet der technischen Konsolidierung an der Börse mit einer offensiven Zukunftsstrategie. Die Kombination aus einem stetigen Strom an Großaufträgen für die aktuelle Produktpalette und der langfristigen Absicherung durch technologische Partnerschaften wie mit der TUM bildet ein stabiles Fundament. Ob die Aktie am 200-Tage-Durchschnitt bei rund 89 Euro mittelfristig wieder Halt findet, wird maßgeblich von der weiteren Abarbeitung des hohen Auftragsbestands abhängen.

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