Ein Quartalsverlust von 12,4 Milliarden US-Dollar würde die meisten Vorstände in Alarmbereitschaft versetzen. Nicht so bei Strategy (ehemals MicroStrategy): Das Unternehmen meldete für das vierte Quartal 2025 tiefrote Zahlen, hält aber unbeirrt an seinem Kurs fest. Während Anleger angesichts der massiven Volatilität nervös werden, nutzte das Management die jüngsten Turbulenzen sogar für weitere Zukäufe. Ist das noch strategische Überzeugung oder bereits gefährlicher Starrsinn?

Konsequente Akkumulation trotz Minuszahlen

Der gemeldete Verlust von 12,4 Milliarden US-Dollar sprengt fast alle Dimensionen und übertrifft das Minus des Vorjahresquartals (670 Millionen Dollar) um ein Vielfaches. Verantwortlich für diesen drastischen Einbruch ist primär die Abwertung der Bitcoin-Bestände in der Bilanz. Der Krypto-Markt geriet zuletzt stark unter Druck, was sich direkt auf das Ergebnis durchschlug.

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Doch statt in Deckung zu gehen, ging Strategy erneut in die Offensive. Wie aus einer SEC-Meldung hervorgeht, erwarb das Unternehmen zwischen dem 2. und 8. Februar weitere 1.142 Bitcoin für rund 90 Millionen US-Dollar. Der Durchschnittspreis dieses Zukaufs lag bei 78.815 Dollar. Damit wächst der Gesamtbestand auf mittlerweile 714.644 Bitcoin an. Finanziert wurde dieser Schritt einmal mehr durch die Ausgabe neuer Aktien – eine Taktik, die Strategy zum wiederholten Mal zum größten Aktienemittenten der USA machte.

Polster gegen die Krise

Die aggressive Strategie hinterlässt Spuren im Aktienkurs. Das Papier notiert aktuell bei rund 113 Euro und hat auf Sicht von zwölf Monaten über 65 Prozent an Wert eingebüßt. Um die Sorgen der Investoren bezüglich der Verschuldung zu dämpfen, betonte CEO Phong Le in der Telefonkonferenz die Widerstandsfähigkeit des Modells. Erst wenn der Bitcoin-Preis auf 8.000 Dollar fiele und dort über Jahre verharre, käme das Unternehmen in ernsthafte Schwierigkeiten.

Executive Chairman Michael Saylor bezeichnete das Unternehmen als "digitale Festung". Zur Absicherung der laufenden Verpflichtungen hält Strategy zudem eine US-Dollar-Reserve von 2,25 Milliarden Dollar vor. Diese Liquidität soll ausreichen, um Zinsen und Dividenden für die nächsten zwei bis drei Jahre zu decken, selbst wenn der Krypto-Winter anhalten sollte.

Das Unternehmen bleibt damit eine reine Wette auf die Zukunft von Bitcoin. Die massiven Kapitalerhöhungen verwässern zwar die Anteile der Altaktionäre, sichern aber vorerst den Handlungsspielraum. Für Anleger bedeutet dies, dass sich die Aktie weiterhin fast synchron zum volatilen Kryptomarkt bewegen wird – ohne fundamentale Absicherung durch ein operatives Kerngeschäft.

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