Strategy hat mit seinen Quartalszahlen die Börse am Donnerstag kalt erwischt. Der unter CEO Michael Saylor zum Bitcoin-Vehikel umgebaute Softwarekonzern meldete für das vierte Quartal 2025 einen Nettoverlust von 12,4 Milliarden Dollar – ein dramatischer Anstieg gegenüber den 670,8 Millionen Dollar Verlust im Vorjahreszeitraum. Pro Aktie bedeutet das ein Minus von 42,93 Dollar. Der Grund? Die seit Oktober anhaltende Schwäche bei Bitcoin frisst sich durch die Bilanz.

Kurs unter Durchschnittspreis – Verkaufsdruck droht

Die Lage wird brisant, wenn man einen Blick auf die Bitcoin-Bestände wirft. Strategy hält zum 1. Februar 713.502 Bitcoin zu einem durchschnittlichen Einstandspreis von 76.052 Dollar pro Coin – Gesamtkosten: 54,26 Milliarden Dollar. Nach der jüngsten Krypto-Talfahrt notiert Bitcoin nun deutlich unter dieser Marke, zeitweise sogar bei nur 60.187 Dollar. Für Anleger bedeutet das: Die gesamte Position liegt im Minus.

Marktbeobachter fürchten nun, dass Strategy Teile seiner Bitcoin-Bestände verkaufen könnte, um seinen Schuldendienst zu bedienen. Das Unternehmen hat seine massiven Krypto-Käufe über eine Mischung aus Anleihen und Kapitalerhöhungen finanziert – eine Strategie, die nur bei steigenden Kursen aufgeht. Cash-Reserven von 2,25 Milliarden Dollar klingen zwar solide, doch angesichts der Schuldenlast könnte dieser Puffer schnell schrumpfen.

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Umsatz schlägt Erwartungen – doch das zählt nicht

Ein Lichtblick findet sich im operativen Geschäft: Der Quartalsumsatz kletterte auf 123,0 Millionen Dollar, nach 116,1 Millionen im Vorjahr. Analysten hatten nur mit 116,7 Millionen gerechnet. Für das Geschäftsjahr 2025 weist Strategy eine Bitcoin-Rendite von 22,8 Prozent aus – eine Kennzahl, die Saylor gerne hervorhebt.

Doch diese Zahlen interessieren derzeit kaum jemanden. Die Aktie brach im regulären Handel um mehr als 17 Prozent ein. Im nachbörslichen Geschäft stabilisierte sie sich leicht bei 106,12 Dollar, ein Minus von 0,81 Prozent. Vorbörslich am Freitag zog der Titel dann wieder um 3,42 Prozent auf 110,65 Dollar an – doch das Vertrauen bleibt angeschlagen.

Das Problem für Strategy: Die gesamte Unternehmensstrategie steht und fällt mit dem Bitcoin-Kurs. Solange die Kryptowährung unter Druck bleibt – getrieben von der Unsicherheit über die US-Geldpolitik und der Nominierung des als straff geltenden Kevin Warsh als künftigen Fed-Chef – dürfte auch die Aktie kaum Boden finden. Bitcoin hat seit seinem Oktoberhoch bereits über 50 Prozent verloren und damit sämtliche Gewinne seit Trumps Wahlsieg zunichte gemacht.

Für Anleger bleibt Strategy damit ein hochriskantes Spiel auf steigende Bitcoin-Kurse. Die Frage ist nicht mehr, ob die Strategie aufgeht, sondern ob das Unternehmen ohne Notverkäufe durch die aktuelle Schwächephase kommt.

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