Strategy Inc. hat Anleger am Donnerstagabend mit schockierenden Zahlen konfrontiert. Die kompromisslose Wette auf Bitcoin fordert ihren Tribut: Wegen des Wertverfalls der Kryptowährung türmte sich im vierten Quartal ein gigantischer Nettoverlust von über 12 Milliarden Dollar auf. Während Co-Gründer Michael Saylor zur Ruhe mahnt, stellt sich für Aktionäre angesichts des anhaltenden Kursrutschs die Frage nach der Tragfähigkeit dieser Strategie.

Milliardenverlust durch Abwertung

Die am Donnerstag veröffentlichten Zahlen für das vierte Quartal 2025 lesen sich dramatisch. Strategy Inc. meldete einen Nettoverlust von 12,4 Milliarden Dollar beziehungsweise 42,93 Dollar je Aktie. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum lag das Minus noch bei 670,8 Millionen Dollar.

Ursache für diesen massiven Einbruch ist fast ausschließlich die bilanzielle Bewertung der Bitcoin-Bestände. Das Unternehmen wies einen operativen Verlust von 17,4 Milliarden Dollar aus, der nicht realisierte Verluste auf die digitalen Vermögenswerte beinhaltet. Da die Kryptopreise zuletzt deutlich fielen, mussten diese Bestände nach den "Fair Value"-Regeln in der Bilanz abgewertet werden. Das operative Kerngeschäft spielt zahlenmäßig kaum noch eine Rolle: Der Umsatz stieg zwar leicht um 1,9 Prozent auf 123,0 Millionen Dollar, wird aber von den enormen Schwankungen des Bitcoin-Portfolios völlig in den Schatten gestellt.

Unbeirrtes Nachkaufen

Trotz der roten Zahlen weicht das Management keinen Millimeter von seiner Linie ab. Strategy Inc. nutzte die Marktschwäche sogar für weitere Zukäufe. Allein im Januar 2026 erwarb das Unternehmen weitere 41.002 Bitcoins. Zum Stichtag 1. Februar 2026 hielt der Konzern damit insgesamt 713.502 Bitcoins.

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Um diese aggressive Akkumulation zu finanzieren, zapft Strategy Inc. massiv den Kapitalmarkt an. Im Jahr 2025 sammelte das Unternehmen 25,3 Milliarden Dollar Kapital ein und war damit das zweite Jahr in Folge der größte Aktienemittent unter den börsennotierten US-Unternehmen. Die Kostenbasis für den gesamten Bitcoin-Bestand beläuft sich mittlerweile auf 54,26 Milliarden Dollar.

Marktreaktion und Einordnung

Die Börse reagiert empfindlich auf die Diskrepanz zwischen den massiven Buchverlusten und dem Optimismus der Führungsebene. Die Aktie, die oft als direkter Stellvertreter für ein Bitcoin-Investment gesehen wird, verlor auf Jahressicht bereits über 70 Prozent an Wert und notiert aktuell bei 90,90 Euro nahe dem 52-Wochen-Tief.

Die aktuellen Ergebnisse unterstreichen das extreme Risiko der Unternehmensstrategie, die faktisch als gehebelte Wette auf den Bitcoin-Kurs fungiert. Solange der Kryptomarkt unter Druck steht, werden die enormen Buchverluste die Bilanz weiter belasten und die hohe Volatilität der Aktie zementieren.

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