Eli Lilly hat im vierten Quartal 2025 die Erwartungen deutlich übertroffen und gleichzeitig eine Prognose für 2026 vorgelegt, die selbst optimistische Analysten überrascht. Die Aktie legte daraufhin um über 10 Prozent zu. Während Konkurrent Novo Nordisk schwächelt, baut der US-Pharmakonzern seine Führung im boomenden Markt für Abnehmmedikamente weiter aus.

Starke Zahlen im Detail

Das Unternehmen erzielte im Schlussquartal 2025 einen Umsatz von 19,3 Milliarden Dollar – ein Plus von 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Analysten hatten mit 17,96 Milliarden Dollar gerechnet. Der Gewinn je Aktie lag bei 7,54 Dollar, deutlich über der Schätzung von 6,67 Dollar.

Verantwortlich für das Wachstum war vor allem ein Volumenanstieg von 46 Prozent. Gleichzeitig belasteten niedrigere Preise mit einem Minus von 5 Prozent. Unterm Strich stand ein Nettogewinn von 6,6 Milliarden Dollar, 50 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Die Treiber: Mounjaro und Zepbound

Die beiden GLP-1-Medikamente des Konzerns übertrafen die Erwartungen:

  • Mounjaro (Diabetes): 7,41 Milliarden Dollar Umsatz weltweit, 110 Prozent mehr als im Vorjahr
  • Zepbound (Adipositas): 4,3 Milliarden Dollar in den USA, ein Plus von 122 Prozent

Beide Präparate liegen damit klar über den Analystenschätzungen von 6,63 beziehungsweise 3,41 Milliarden Dollar.

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Optimistischer Ausblick für 2026

Für das laufende Jahr rechnet Eli Lilly mit einem Umsatz zwischen 80 und 83 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt 77,62 Milliarden erwartet. Beim Gewinn je Aktie peilt das Management 33,50 bis 35,00 Dollar an, auch hier über der Konsensschätzung von 33,23 Dollar.

Das entspricht einem erwarteten Umsatzwachstum von etwa 25 Prozent – ein deutlicher Kontrast zu Novo Nordisk, dessen Erlöse 2026 voraussichtlich um 5 bis 13 Prozent schrumpfen werden.

Preisdruck bleibt Herausforderung

Finanzchef Lucas Montarce räumte ein, dass niedrigere Preise das Wachstum im niedrigen bis mittleren zweistelligen Prozentbereich belasten werden. Drei Faktoren spielen dabei eine Rolle: die Regierungsvereinbarung für Adipositas-Medikamente, angepasste Direktpreise für Patienten und gesunkene Medicaid-Preise für ältere Präparate.

Die höhere Nachfrage soll diese Effekte jedoch weitgehend kompensieren.

Orforglipron: Entscheidung im April

Im zweiten Quartal könnte ein weiterer Katalysator hinzukommen: Die Zulassungsbehörde FDA wird im April über die Abnehmtablette Orforglipron entscheiden. Bei einer Genehmigung plant Eli Lilly den US-Start noch im zweiten Quartal, international soll das Präparat 2027 folgen.

Der Preis für die höheren Dosierungen ist auf 399 Dollar pro Monat für Selbstzahler festgelegt – deutlich über dem oralen Wegovy von Novo Nordisk, das zwischen 149 und 199 Dollar kostet.

Die Marktkapitalisierung von Eli Lilly hat die Billionen-Dollar-Marke überschritten – als erstes Pharmaunternehmen überhaupt. Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Prognosen eingelöst werden können und wie die FDA über Orforglipron entscheidet.

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