Die Zahlen für das vierte Quartal 2025 sind da – und sie fallen ernüchternd aus. Strategy meldete am Donnerstagabend einen Verlust je Aktie von 42,93 Dollar, während Analysten noch einen Gewinn von 2,97 Dollar erwartet hatten. Das Unternehmen verfehlte die Prognosen damit um satte 45,90 Dollar. Einziger Lichtblick: Der Umsatz von 123 Millionen Dollar übertraf die Konsensschätzung von 118,81 Millionen Dollar leicht.

Der Hauptgrund für das Debakel liegt auf der Hand: Der Bitcoin-Bestand des Unternehmens steht massiv unter Wasser. Strategy hält mittlerweile mehr als 700.000 Bitcoin – doch der aktuelle Kurs der Digitalwährung liegt deutlich unter dem durchschnittlichen Kaufpreis. Das bedeutet: Milliardenverluste auf dem Papier, die sich direkt in der Bilanz niederschlagen.

Saylor kauft unbeirrt weiter

Trotz der Kritik bleibt CEO Michael Saylor seiner Strategie treu. Zwischen dem 12. und 19. Januar 2026 erwarb Strategy weitere 22.305 Bitcoin für 2,13 Milliarden Dollar – finanziert über Eigenkapital- und Fremdkapitalaufnahmen. In einem Podcast von "What Bitcoin Did" am 12. Januar 2026 verteidigte Saylor die Treasury-Strategie vehement: Unternehmen mit überschüssigen Barmitteln seien besser beraten, in Bitcoin zu investieren, als das Geld in Staatsanleihen zu parken oder an Aktionäre auszuschütten.

Das Argument klingt überzeugend – zumindest in der Theorie. In der Praxis zeigt sich jedoch: Die Strategie funktioniert nur, solange Bitcoin steigt. Bei fallenden Kursen wird aus der vermeintlich rationalen Kapitalallokation schnell ein Risikofaktor.

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Aktie unter Druck

Die Börse reagiert entsprechend nervös. Der Kurs schloss am Donnerstag bei 106,99 Dollar – ein Minus von 55,78 Prozent in den vergangenen drei Monaten. Auf Jahressicht beträgt das Minus sogar 67,13 Prozent. Die Financial-Health-Bewertung von InvestingPro lautet "fair performance" – ein beschönigender Begriff für eine angespannte Lage.

Immerhin: Strategy ist nicht allein. Im Jahr 2025 führten 117 Unternehmen Bitcoin als Reserve-Asset ein. Die Frage ist, wie viele davon ihre Entscheidung inzwischen bereuen. Für Strategy-Aktionäre bleibt die Hoffnung, dass Bitcoin wieder anzieht. Bis dahin dürften die Quartalsberichte weiter rot gefärbt bleiben.

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