Stadler Rail Aktie: Morgen entscheidet sich viel
Morgen, am 18. März, legt Stadler Rail seinen Geschäftsbericht 2025 vor — und selten war der Druck so greifbar. Der Schweizer Zugbauer notiert auf einem historischen Bewertungstief, während Leerverkäufer gleichzeitig auf weitere Kursverluste setzen. Ein ungewöhnliches Spannungsfeld vor einem entscheidenden Datenpunkt.
Günstig bewertet — aus gutem Grund?
Seit dem Börsengang 2019 haben die Stadler-Aktien über die Hälfte ihres Wertes verloren. Das hat die Bewertung auf ein historisches Extrem gedrückt: Während Wettbewerber Siemens mit dem 17-fachen und Alstom mit dem 13-fachen Gewinn bewertet werden, kommt Stadler derzeit nur auf ein KGV von 10. Auf dem aktuellen 52-Wochen-Tief von 19,93 Euro liegt die Aktie rund 8 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt.
Auf der anderen Seite steht ungewöhnlich hohe Skepsis. Laut UBS zählen die Stadler-Titel zu den Aktien mit dem höchsten Short-Interest-Anteil am Markt. Nur einer von neun Analysten empfiehlt den Kauf, sechs raten zum Halten, zwei zum Verkauf.
Der Ursprung liegt im Geschäftsjahr 2024: Überschwemmungen im Wallis, in Dürnrohr und vor allem in Valencia zwangen das Unternehmen, rund 350 Millionen Franken Umsatz in die Folgejahre zu verschieben. Die EBIT-Marge sank auf 3,1 Prozent — zwei Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Der freie Cashflow rutschte ins Minus, und CFO Raphael Widmer rechnet auch für 2026 noch mit einem negativen Nettoumlaufvermögen.
Klare Messlatte für den Jahresbericht
Das Management hatte für 2025 ein Umsatzwachstum von deutlich über 10 Prozent sowie eine EBIT-Marge zwischen 4 und 5 Prozent in Aussicht gestellt — ausgehend von einem Halbjahresumsatz von 1,4 Milliarden Franken und einer Halbjahresmarge von 2,6 Prozent. Ob diese Ziele erreicht wurden, zeigt der morgige Bericht.
Zusätzlichen Gegenwind liefert das Tram-Segment: Nach einem Unfall in Mailand prüft die italienische Staatsanwaltschaft die Sicherheitsmechanismen eines Tramlink-Modells. In Darmstadt und Basel muss Stadler bis Ende 2026 auf eigene Kosten 25 Fahrzeuge wegen Lärm- und Vibrationsproblemen nachrüsten.
Auftragsbestand als Gegengewicht
Trotz der Belastungen gibt es strukturelle Lichtblicke. Der Auftragsbestand stieg auf 29,2 Milliarden Franken. Im Januar 2026 gewann Stadler gemeinsam mit Siemens Mobility den Zuschlag für 226 fahrerlose S-Bahnen in Dänemark. Das Signalling-Segment verzeichnete im ersten Halbjahr 2025 ein Auftragswachstum von 57 Prozent. Mit der Gründung der Stadler Digital Labs — einem Joint Venture mit Critical Software für sicherheitskritische Bahnsoftware — baut das Unternehmen zudem ein neues Standbein auf.
Für 2026 erwartet Stadler erstmals einen Umsatz von über 5 Milliarden Franken, was einem Wachstum von 30 bis 40 Prozent entspräche — getrieben durch die aufgestauten Umsätze aus den Katastrophenjahren. Bestätigt der morgige Jahresbericht diese Prognose und trifft die kommunizierten Margenziele, verliert der aktuelle Bewertungsabschlag gegenüber der Konkurrenz an Substanz. Enttäuschen die Zahlen, dürfte der hohe Short-Interest-Anteil den Druck auf die Aktie weiter verstärken.
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