Der Schweizer Zughersteller Stadler Rail durchlebt an der Börse eine schwierige Phase. Während die Bewertung auf ein historisches Tief gesunken ist, mehren sich im operativen Geschäft die positiven Signale. Kann der Konzern mit den anstehenden Jahreszahlen das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen?

Die Nachwirkungen des Jahres 2024 belasten das Unternehmen weiterhin spürbar. Naturkatastrophen zwangen Stadler dazu, Umsätze in Höhe von rund 350 Millionen Franken in die Jahre 2025 und 2026 zu verschieben. Das drückte den freien Cashflow ins Minus und sorgte für eine hohe Leerverkaufsquote, wie Daten der UBS belegen. Diese Skepsis spiegelt sich im aktuellen Kursniveau wider: Mit einem gestrigen Schlusskurs von 20,58 Euro notiert das Papier nur knapp über seinem 52-Wochen-Tief und verzeichnet auf Monatssicht ein Minus von gut elf Prozent. Der Bewertungsabschlag zur Konkurrenz ist damit so groß wie nie seit dem Börsengang 2019.

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Volle Auftragsbücher und neue Auslieferungen

Abseits der finanziellen Nachwehen liefert das operative Geschäft handfeste Fortschritte. Anfang März nahm der österreichische Betreiber WESTbahn drei neue SMILE-Hochgeschwindigkeitszüge pünktlich in Betrieb – der erste Export dieses Modells im regulären Einsatz. Auch im Güterverkehr geht es voran: Noch in diesem Monat soll die erste von zwei verleasten EURO9000-Hybridlokomotiven an Alpha Trains und Lineas übergeben werden.

Diese Projekterfolge untermauern die starke Marktposition. Mit einer Book-to-Bill-Ratio von 1,5x im Jahr 2025 übertrifft Stadler Branchengrößen wie Alstom und Siemens deutlich. Um künftige Anforderungen bei Cybersecurity und Depot-Automatisierung zu bedienen, bündelt der Konzern seine Softwarekompetenz nun im neu gegründeten Joint Venture "Stadler Digital Labs". Dass diese Strategie greift, zeigte sich bereits im ersten Halbjahr 2025 mit einem Auftragswachstum von 57 Prozent im Signalling-Segment.

Der Blick auf die Zahlen

Am kommenden Dienstag, den 18. März, präsentiert das Management die Jahresergebnisse für 2025. Investoren werden genau prüfen, ob der Bearbeitungsstau abgebaut wird und wie sich die Margen entwickeln. Für die Zukunft hat das Unternehmen folgende finanzielle Eckdaten in Aussicht gestellt:

  • Umsatzsprung auf über 5 Milliarden Franken für 2026 erwartet (Wachstum von 30 bis 40 Prozent).
  • Mittelfristige EBIT-Marge von 6 bis 8 Prozent angepeilt.
  • Erwartete Dividende von 0,90 Franken pro Aktie für das Geschäftsjahr 2026.

Die Vorlage des Geschäftsberichts wird somit zum entscheidenden Gradmesser. Bestätigen die Zahlen den operativen Aufwärtstrend und eine Stabilisierung der Lieferketten, bietet das historisch niedrige Bewertungsniveau eine solide Basis für eine fundamentale Neubewertung der Aktie.

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